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David und Goliath
Guten Morgen, liebe Hörerin, lieber Hörer! Die Bibel erzählt von Kindern: Gerade den Schwachen ist Gott besonders nah.
Gott steht mit seinem Segen auf der Seite der Kleinen und Machtlosen und macht sie stark. Im Alten Testament wird erzählt, wie ein Kind Gewalt erlebt und verkraftet. Dieses Kind hält der Angst stand und lässt sich nicht einschüchtern. Es vertraut einfach auf den Gott, der mit seinem Segen den Schwächeren Kraft verleiht. Schließlich gewinn dieses Kind Mut durch sein Vertrauen auf Gottes Schutz und überlebt.
David, das Kind, begegnet Goliath, dem Krieger. Allen Beteiligten ist klar, David ist ein Knabe, ein jugendliches Kind. Er hat nicht die Spur einer Chance gegen diesen Krieger. Goliath wird beschrieben wie ein Kriegerdenkmal: Er war über drei Meter groß, mit Bronzehelm und Schuppenpanzer bewehrt, das Metall seines Panzers wog knapp 60 kg. Er war mit Krummschwert und Speer bewaffnet, wobei die Speerspitze allein schon 7 kg wog. Der Riese Goliat scheint unbeweglich, am ganzen Körper gepanzert mit Metall und wirkt einschüchternd wie ein Koloss. Der kindlich unbeschwerte David lässt sich davon nicht einschüchtern.
Sprecher: Und Goliat stellte sich hin und rief den Schlachtreihen Israels zu
: Am heutigen Tag verhöhne ich die Schlachtreihen Israels. Gebt mir einen Mann, und dann lasst uns miteinander kämpfen
ganz Israel hörte diese Worte des Philisters und sie bekamen Angst und fürchteten sich sehr.
In den Schlachtreihen Israels, in denen die Angst immer größer wird, befinden sich drei ältere Brüder Davids. Der junge David gerät zufällig an diesen Ort, weil er seinen Brüdern Brot bringt. So gerät er in die Linien, in denen Goliats gewaltige Flüche zu hören sind. David will mit dem Riesen kämpfen und wird ausgelacht. Von seinen Brüdern muss er sich einiges anhören: Geh doch zu den Schafen, die du hüten sollst!
Von seinen Brüdern wird er ständig daran erinnert, dass er der Kleinste ist. Keiner nimmt ihn ernst. Dazu sind Goliaths Flüche und Beschimpfungen täglich zu hören. Aber alle Versuche David einzuschüchtern, bleiben vergeblich. Das Alte Testament sieht David dabei nicht verklärt und erkennt sein Motiv: Ihn lockt eine reiche Belohnung im Fall seines Sieges. Und trotzdem bleibt es dabei: Gott macht seinen Segen nicht an Alter und Größe fest. Allein durch sein Vertrauen auf Gott gewinnt David Selbstvertrauen, das er braucht, um zu bestehen.
Sprecher: Und David sprach: Der Herr, der mich aus den Pranken des Löwen und aus den Klauen des Bären gerettet hat, er wird mich auch retten aus der Hand dieses Philisters.
Die gegeneinander stehenden Schlachtreihen sehen dabei zu, wie dieses Kind seinen Weg sucht und greifen nicht ein. Die Bibel erzählt von keiner Hilfe durch erwachsene Soldaten. Berichtet wird von dem hilflosen Versuch, David in eine Kriegerrüstung zu stecken, aber er kann damit nicht laufen und legt alles wieder ab.
Sprecher: David suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bachtal und legte sie in seine Hirtentasche
und mit seiner Schleuder in der Hand trat er auf den Philister zu. David griff mit der Hand in die Tasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn, und der Stein drang in seine Stirn und er fiel zur Erde, auf sein Gesicht.
Davids Kraft liegt im Vertrauen. Gott stärkt den, der mit kleiner Kraft einen Weg sieht, die Machtkolosse umzukippen, die alles in Angst und Schrecken versetzen. Gott wendet sich den Kleinen zu und sprengt dabei unsere Erwartungen an Supermächte. David lässt das riesige Kriegerdenkmal umkippen: Der Koloss ist zerstört. Die Verkörperung von Gewalt und Macht hat dieses Kind mit einem kleinen Steinchen ins Wanken gebracht.
David und Goliath
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