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Viermal Liebe
Liebe ist eine komische Sache. Überall begegnet das große Wort. Aber was ist das eigentlich genau?
Die Theologin Dorothee Sölle hat den großen Begriff in vier kleinere Portionen aufgeteilt: Ganzheit, Vertrauen, Ekstase und Solidarität.
Ganzheit: Liebe heißt ich bin als ganzer Mensch angesprochen und beteiligt mit allen meinen Sinnen, mit Leib und Seele, Verstand und Gefühl.
Vertrauen: Liebe heißt Heimat haben, sich geborgen und aufgehoben fühlen, Trost und Verlässlichkeit finden.
Ekstase: Liebe heißt, sich selbst verlieren, außer sich sein, Lust am Leben und im Zusammensein mit anderen empfinden. Solidarität: Liebe heißt, den Zusammenhang von Liebe und Gerechtigkeit, von innen und außen, privatem und öffentlichem Leben zu sehen und zu leben. Wer liebt, dem ist nicht nur der private Ort der Geborgenheit wichtig. Sondern: Wer liebt, weiß, dass Geborgenheit und Sicherheit nur durch Gerechtigkeit langfristig gesichert werden können.
Ganzheit, Vertrauen, Ekstase und Solidarität als Dimensionen der Liebe. Für mich kommt noch was dazu: Geduld. Geduld heißt, nicht gleich aufzugeben, wenn das Vertrauen enttäuscht wird. Menschen eine zweite Chance geben. Die eigene Zuneigung nicht von der schnellen Erwiderung der Liebe oder Profit abhängig machen.
Sprecherin: Christiane Birgden
Viermal Liebe
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