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Fair!
Rot mit vielen blauen Blumen: Mein nagelneuer Frühlingsrock. Beim Abschneiden der Preisschilder fällt mir auf: mein neuer Rock ist schon weiter gereist als ich.
Er kommt aus China.
Wie viele Menschen hatten den roten Rock wohl schon in der Hand? Auf der Homepage der Firma, bei der ich eingekauft habe, versuche ich die Reise meines neuen Lieblingsstücks nachzuvollziehen. Doch die Angaben helfen mir nicht wirklich weiter. Mir wird nur versprochen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es gut haben. Keine Bilder, keine Ortsnamen, nichts Konkretes.
Das geht aber auch anders. Im Internet finde ich auch Onlineshops mit fair gehandelten Klamotten: Sie legen offen, woher die Sachen kommen und beschreiben, worauf sie bei der Produktion achten: Die Angestellten sollen sicher sein, dass sie auch in Zukunft ein Einkommen haben. Zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen gehören geregelte Arbeitszeiten, bezahlte Überstunden, das Recht Gewerkschaften zu bilden und eine möglichst gute soziale Absicherung auch für die Familien.
Klingt eigentlich selbstverständlich, ist es aber noch nicht. Fair gehandelten Kaffee gibt es inzwischen schon im Supermarkt um die Ecke. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch in jeder Innenstadt einen Laden mit Klamotten, von denen man erfahren darf, wo sie herkommen.
Sprecherin: Christiane Birgden
Fair!
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