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Tierische Investitionen
In Zeiten der Krise muss man sich schon überlegen, in was man überhaupt noch so investieren kann. In Paris nun gibt es eine neue Mode:
In Paris investiert man neuerdings in Kühe. Jawohl. In diese schwarz-weissen, manchmal auch braunen Lebewesen, die auf Feldern rumstehen und muhen. Mich hat diese neue Investitionsidee begeistert: Sie ist absolut umweltfreundlich und wirtschaftlich gesehen eine relativ sichere Geldanlage, die man sogar in freier Natur bewundern kann.
Als ich davon hörte, fiel mir Joseph und der Traum des Pharaos ein. Die Geschichte stammt aus der Bibel. Der Pharaoh erzählt Joseph seinen Traum: Sieben schöne, fette Kühe waren da und auf einmal kamen da sieben hässliche, magere Kühe und diese sieben hässlichen, mageren Kühe fressen nun die sieben fetten Kühe auf. Schweissgebadet ist der Pharao aufgewacht. Joseph hilft ihm den Traum zu deuten und erklärt: Die kommenden sieben Jahre werden gute Jahre sein reiche Ernte, reicher Handel, dann aber folgen sieben magere Jahre, Jahre mit einer schlechten Ernte, mit einem schlechten Handel. Und Joseph schlägt dem Pharao vor, was er nun machen soll. Er soll während der reichen Jahre Silos anlegen und das Essen darin lagern, damit während der mageren Jahre alle genug zu essen haben.
Vielleicht sind die Pariser Kühe auch sowas: Eine sichere Geldanlage auch in schlechten Zeiten. Wäre doch schön, wenn diese Mode auch zu uns rüberkäme!
Sprecherin: Bettina Förster
Tierische Investitionen
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