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Die Welt ist keine Google
Am Anfang wares nur eine Suchmaschine. Und die war superpraktisch: Suchwort eingeben, Enter-Taste drücken und aus Millionen von Treffern
mit wenigen Mausklicks den Richtigen finden.
Heute kann ich mit Google Routen planen und meinen Nachbarn von oben in den Garten gucken. Ich kann neue Galaxien entdecken und E-Mails verschicken. Ich kann meinen persönlichen Kalender pflegen und Texte übersetzen lassen. Alles superpraktisch und vor allem kostenlos. Trotzdem hat es seinen Preis: wenn ich die Produkte nutze, verrate ich Google ganz viel über meine Interessen und Gewohnheiten.
Jetzt setzt der Internetriese noch eins oben drauf: das neue Google-Handy kann Bilder erkennen. Zum Beispiel den Kölner Dom. Auf Knopfdruck werden mir alle wichtigen Daten angezeigt: wann er gebaut wurde, wie hoch er ist und wer da arbeitet. Das soll demnächst auch mit Gesichtern funktionieren. Dann weiß jeder, der ein Foto von mir macht, wie ich heiße. Und wenn ich Pech habe, werden noch Telefonnummer und E-Mail-Adresse angezeigt. Oder meine Bankdaten und die Krankenakte vom Hausarzt. Für mich der absolute Horror.
Daher bin ich lieber etwas vorsichtig und lasse das neue Mobiltelefon im Regal stehen. Denn erstens ist nicht alles gut, was neu ist. Und zweitens muss nicht jeder alles wissen.
Sprecherin: Alexa Christ
Die Welt ist keine Google
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