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Die Botschaft des Marmeladenbrotes
Heute morgen war es mal wieder soweit. Das Marmeladenbrot rutschte aus der Hand, beim Versuch, es aufzufangen, verschmierte ich den Ärmel vom Pullover,
bevor das Brot dann dort landete, wo es immer landet: auf der Marmeladenseite.
Warum es dort landet, darüber gibt es verschiedene Theorien. Einmal die des Persönlich-Nehmens. Wer am Morgen schlecht drauf ist, denkt; das kann nur mir passieren. Dann die wissenschaftliche, bei der die Höhe des Tischs entscheidend ist. Bei einer Normhöhe von 74 cm schafft das Brot eben nur eine halbe Drehung.
Meine Freundin Dagmar vertritt ihre eigene Theorie. Sie interessiert, warum das Brot überhaupt fällt. Und da ist die Antwort recht eindeutig; das Brot fällt, weil ich nicht aufpasse, nicht bei der Sache bin, unausgeschlafen, in Eile. Der Tag, an dem das Brot aus der Hand fällt ist der, an dem ich den Schlüssel innen stecken lasse, die Fußgängerin am Zebrastreifen übersehe, meinen Badmintonpartner mit dem Schläger treffe. Zumindest dann, wenn ich nicht die Bremse ziehe, sagt Dagmar.
Ehrlich gesagt, manchmal nervt mich meine Freundin mit ihrem Hang zur Selbstkritik. Heute morgen habe ich mir ihre Theorie zu Herzen genommen und die Bremse gezogen. Okay, habe ich zum Marmeladenbrot gesagt, in Ruhe saubergemacht, zwei Bananen eingesteckt. Bis jetzt ist alles gut gegangen.
Sprecherin: Alexa Christ
Die Botschaft des Marmeladenbrotes
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