Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

04.12.09, Bernd Tiggemann

Jesus really died for me

Er ist wieder da: Robbie Williams. Nach all den Drogenexzessen, Allienvorstellungen und Skandalen ist er wieder ganz oben auf.

Und hat auch gleich wieder einem Ohrwurm in den Charts. Immer wieder singt  Robbie da diesen einen Satz: "Your Jesus really died for me", auf deutsch "Dein Jesus ist wirklich für mich gestorben". Ich verstehe noch nicht so ganz,  was Robbie damit sagen will. Zitiert er das nur, weil es gut klingt, oder ist es eine ernste Lebensbilanz? Genau diesen Satz höre ich sonst nicht bei Konzerten, sondern vom Pastor in der Kirche: Jesus ist für dich gestorben.

Ein Satz, der mich immer stört und ärgert. Was heißt das eigentlich:  Wie kann Jesus für mich gestorben sein, wenn wir uns nicht mal persönlich kennen und wenn ich am Ende doch noch selbst sterben muss? Ein Satz, der mich aber auch nicht loslässt: Jedesmal habe ich  eine neue Idee, was er bedeuten könnte. Zum Beispiel diese:

Da hat einer sein Leben eingesetzt, um all das auszuwetzen, was ich in meinem Leben nicht gebacken kriege. Da war einer ganz unten, damit ich trotz meiner Fehler und Macken bei Gott ganz oben mitspielen kann. Da hat einer konsequent geliebt und den  menschenverachtenden Zynikern bewiesen: Ihr gewinnt nicht.

Wer weiss, vielleicht hat genau das auch Robbie Williams wieder auf die Beine geholfen.

Sprecherin: Alexa Christ

Audiobeitrag Jesus really died for me


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