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Der Buß- und Bettag: Umkehr zu Gott!
Eine Geschichte, die das Leben schreibt. Zwei Menschen verlieben sich, leben zusammen, lachen zusammen, teilen Tisch und Bett, Kopfkissen und Sofa
vor dem Fernseher und nehmen am Leben des anderen teil. Eine ganz normale Partnerschaft.
Der englische Popsänger Robbie Williams beschreibt das in seinem Lied No regrets. Und doch ... Sprecher1: Es wäre so schön gewesen, wenn wir es geschafft hätten. Wenn unsere Geschichte ein Happy End gehabt hätte. Wenn wir miteinander geredet hätten und aufeinander zugegangen wären. Eine Partnerschaft, in der wir uns miteinander verändert und uns nicht voneinander entfremdet hätten. 1. Strophe: Tell me a story where we all change. And wed live our lives together and not estranged. I didnt lose my mind it was mine to give away. Couldnt stay to watch me cry you didnt have the time so I softly slip away
Sprecher 1: Ja, es wäre schön gewesen. Aber anstatt die kuschelige Zweisamkeit zu genießen, hat der eine den anderen zum Wahnsinn getrieben. Einer fing an, in der Beziehung zu leiden, ohne dass der andere es gemerkt hätte. Er hatte auch gar nicht die Zeit für die Tränen des anderen. Der Alltag, der Beruf, die Gleichgültigkeit, das es wird schon wieder kehrten ein. Das Grau des Lebens, an dem der eine wie der andere kaputt ging. 2. Strophe: I know from the outside we looked good for each other. Felt things were going wrong when you didnt like my mother. I dont want to hate but thats all youve left me with. A bitter aftertaste and a fantasy of how we all could live. Sprecher 1: Unsere Freunde meinten, dass wir das perfekte Paar sind. Doch dann kamen die Fragen. Die ersten Zweifel werden zu den ersten Keilen in der Beziehung. Du mochtest meine Familie nicht und auch mir gefiel nicht alles an Dir. Schließlich hast Du mich wie ein Kind behandelt. Und dann war der Punkt erreicht, an dem ich das Zusammensein mit Dir nicht mehr ertragen habe. Mit der Zeit habe ich Dich gehasst. Jetzt bleibt nur der bittere Nachgeschmack, wenn ich mir ausmale, wie schön es hätte werden können. Es passte doch irgendwie. Refrain: No regrets, they dont work. No regrets now, they only hurt. Sing me a love song, drop me a line. Suppose its just a point of view but they tell me Im doing fine.
Sprecher 1: Das Bedauern hilft nichts. Im Gegenteil. Bedauern tut nur noch mehr weh. Selbst wenn du dich noch bemühst und mir ein Liebeslied singst oder einen Brief schreibst, ändert das alles nichts. Unsere Liebe ist tot, meine Gedanken sind schon bei der Nächsten.
Autorin: Schade, dass diese Liebesgeschichte vorbei ist. Trotz so vieler Gemeinsamkeiten haben es die beiden es nicht geschafft, zusammen zu bleiben. Der Alltag, die Vorbehalte im Kopf waren stärker.
Hätte es etwas gegeben, das die beiden wieder zueinander geführt hätte? Ist es wirklich so, dass ein Bedauern nichts bewirkt? Hätte es keine Wende gegeben, wenn der eine dem anderen rechtzeitig gesagt hätte: Es tut mir leid? Oder - Lass uns das anderes machen? Da läuft was schief, lass uns einen anderen, einen neuen Weg einschlagen? Lass uns auf diesem Weg umkehren und noch einmal neu beginnen.
Heute, am Buß- und Bettag geht es genau um diese Frage: Innehalten und umkehren. Alte Wege zu überdenken und neue Wege zu beschreiten. Eine Wende zu etwas Gutem zu vollziehen. Den Segen zu empfangen, der in so einer Umkehr liegt. Das Leben zu überdenken und Konsequenzen daraus ziehen. Vielleicht auch einen Weg mit und zu Gott zu wählen. Der, anders als ein Mensch, nie in den Wahnsinn getrieben wird durch das, was wir machen. Sondern der immer mit offenen Armen dasteht und auf den Menschen wartet. Musik: Heimlicher Dont you really know (instrumental) Autorin: Der Buß- und Bettag hat für viele Menschen einen faden Beigeschmack. In der Alltagssprache wird ja auch der Begriff Buße mit Worten zusammengesetzt, die etwas Strafendes haben. Das Büßergewand zieht ein Mensch an, wenn er etwas ausgefressen hat und sich dem stellen muss. Ein Bußgeld muss ein Mensch zahlen, der sich gegen staatliche Ordnungen verhalten hat. Buße hat also etwas Bedrückendes. Im Sinne von Strafe. Aber das hat mit dem Bußtag nichts zu tun. Denn es ist quasi ein Übersetzungsfehler. Sprecher 2: Die Bibel in hebräischer Sprache verwendet den Begriff Schub. Er beschreibt die Umkehr zu Gott. Also eine Richtungsänderung nicht nur im Denken, sondern mit dem ganzen Leben. Das schließt eine Veränderung des Verhaltens, aber auch Gehorsam gegen Gott, neues Vertrauen zu ihm ein. Wie auch die Abkehr von allen bösen menschlichen Neigungen und Schwächen.
In der griechischer Fassung der Bibel heißt der Begriff metanoia, was Umdenken oder Sinnesänderung bedeutet. Von Strafe ist darin nichts zu finden. Als die Bibel aus dem Griechischen in das Lateinische übertragen wurde, wurde das Wort mit mit paenitentia, Reue, Buße übersetzt. Häufig abgeschliffen zu poenitentia, also poena, Strafe. Autorin: Das war eine folgenschwere Missdeutung, weil sie Buße mit Strafe gleichsetzt. Und den Buß- und Bettag zu einem Tag macht, an dem die Menschen in Gedanken einen erhobenen Zeigefinger sehen. Lassen Sie uns heute, bevor der Buß- und Bettag wieder vorüber ist, über das nachdenken, worum es eigentlich geht. Innehalten, Nachdenken und den eigenen Weg überdenken. Schauen, wo was schief gelaufen ist und wo Umkehr nötig wäre. Richtungsänderung und Umkehr im eigenen Leben, neue Wege zu beschreiten.
Aber auch darüber nachzudenken, ob Gott nicht wieder oder neu oder erstmalig Platz in meinem Leben hat. Musik: Heimlicher Dont you really know (instrumental) Autorin: Was eine Umkehr hin zu Gott bewirken kann, ist so abstrakt nicht zu erklären. Auch nicht, warum und wie ein Mensch die Richtungsänderung in seinem Leben schafft.
Deswegen hat Jesus immer wieder Geschichten, Gleichnisse erzählt. Zum Thema Umkehr erzählt Jesus folgende Geschichte, die im 13. Kapitel des Lukas-Evangeliums festgehalten ist: Sprecher 2: Ein Mann pflanzte in seinen Weinberg einen Feigenbaum. Jahr für Jahr sah er nach, ob der Baum Früchte trug. Aber vergeblich ! Endlich rief er seinen Gärtner: Schon drei Jahre habe ich gewartet, aber noch nie hing an dem Baum auch nur eine einzige Feige. Hau ihn um. Er nimmt nur Platz weg. Lass ihn noch ein Jahr stehen!, bat ihn der Gärtner. Ich will diesen Baum gut düngen und sorgfältig pflegen. Wenn er dann immer noch keine Früchte trägt, gut, dann werde ich ihn umhauen. Autorin: Ziemlich brutal und unbarmherzig, oder? Der Baum trägt keine Früchte, bringt also keinen Ertrag, ist nutzlos, nimmt Platz weg und muss deswegen umgehauen werden. Das hört sich ganz wie eine aktuelle Geschichte aus dem Zeitalter der Heuschrecken, Shareholder Value und Renditen an. So was steht in der Bibel als Gleichnis für eine Umkehr?
Wie ist das zu verstehen, habe ich Harald Petersen gefragt. Er ist Pastor und Seelsorger und leitete die Seelsorgeabteilung eines Radiosenders.
O-Ton: Also die Übertragung ... ist so, dass Gott der Weingutsbesitzer ist, dass die Menschen die Feigenbäume sind, also wo irgendeine Frucht dran sein soll und dann bleibt noch der Gärtner über. Und der Gärtner ist in diesem Fall Jesus Christus eh der ja stellvertretend als unser Fürbitter letztlich eintritt und das ist schon theologisch eine schwierige Frage, wo man sagen könnten: Ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, noch geduldiger und barmherziger als Gott selbst. Aber so ist es hier nun mal beschrieben. Autorin: Ein Baum, an dem nichts dran ist, der keine Frucht bringt. Das könnte man im übertragenen Sinn des Gleichnisses ganz praktisch sehen: Ein Mensch, der nichts Gutes tut. Einer, der nur für sich lebt, sich um sein Haus, sein Auto und sein Boot kümmert und der nicht im Entferntesten daran denkt, etwas für andere zu tun oder gemeinnützig zu handeln.
Dass so ein Egoist kritisch beäugt wird, ist klar. Aber in diesem Gleichnis geht es um mehr. Denn schließlich befinden wir uns im Weinberg Gottes. Auf seinem Grund und Boden. Er ist der Eigentümer und - wenn man so will - derjenige, der dem Baum den Raum zum Leben gibt. Es geht also darum, in der Verbindung zu Gott Gutes zu tun, Früchte zu bringen.
Jesus erklärt in dem Gleichnis, was es für diese Verbindung zu Gott braucht. O-Ton: Der Weingärtner he sagt, ich mach einen Graben, ich schütte da noch etwas Mist dran. Das ist ein sehr schönes Bild, sehr praktisch formuliert hier: etwas Kuhdünger oder was immer. .. jetzt könnte man versuchen zu überlegen: Was ist dieser Dünger, wenn Jesus das hier so im Bild gebraucht... Ich denke, es ist zunächst mal Liebe, eh, es ist die Barmherzigkeit, Vergebungsbereitschaft, dass der Mensch sich nicht auf Dauer mit seiner Schuld und Sünde abmurksen muss ... das, was Christus gibt, ist mehr, vielleicht zusammenzufassen unter dem Stichwort Segen. Die Bibel sagt: Segen Gottes gibt's sogar für alle, nicht nur für die Frommen. Er lässt seine Sonne aufgehen über Gut und Böse, über Gerechte und Ungerechte, jeder lebt von den Segnungen Gottes. Also jeder kriegt von diesem Dünger von dem positiven Einfluss etwas ab. Musik: Heimlicher Dont you really know (instrumental) Autorin: Heute, am Buß- und Bettag geht es um das Innehalten, um die Bestandsaufnahme und die Umkehr des Menschen. Es geht um neue Wege. Das kann die Umkehr zu Gott sein, Umkehr zu einem neuen spirituellen Leben.
Wie Jesus das mit der Umkehr gemeint hat, hat er in dem Gleichnis vom Feigenbaum beschrieben. Sprecher 2: Ein Mann pflanzte in seinen Weinberg einen Feigenbaum. Jahr für Jahr sah er nach, ob der Baum Früchte trug. Aber vergeblich ! Endlich rief er seinen Gärtner: Schon drei Jahre habe ich gewartet, aber noch nie hing an dem Baum auch nur eine einzige Feige. Hau ihn um. Er nimmt nur Platz weg. Lass ihn noch ein Jahr stehen!, bat ihn der Gärtner. Ich will diesen Baum gut düngen und sorgfältig pflegen. Wenn er dann immer noch keine Früchte trägt, gut, dann werde ich ihn umhauen. Autorin: Jesus tritt hier als Gärtner des Feigenbaums auf. Im übertragenen Sinn wird er zum Anwalt des Menschen, der mit diesem Gleichnis gemeint ist. Er bittet den Eigentümer, Gott, um Geduld und noch eine Chance. Das heißt, Jesus gibt hier die Hoffnung für den Menschen noch nicht auf. Vielleicht macht der sich ja eines Tages doch auf den Weg in Richtung Gott. Vielleicht wird er eines Tages Früchte tragen in Gottes Weinberg. Deswegen wird er erstmal unterstützt, gehegt und gepflegt und mit dem versorgt, was er braucht.
Was kann das sein? Nun, es könnte zunächst einmal ganz praktisch die Bibel, das Wort Gottes sein. Was sagt die Bibel mir? Ist das ein wirklich überholtes Buch oder ist es bedeutend für mich und für mein Leben? Vielleicht lese ich ja etwas, was genau in meine jetzige Lebenssituation hineinpasst. Die praktische Anwendung der Bibel als Lebenshilfe.
Da gibt es ganz hilfreiche Tipps wie z.B. diese: Sprecher 2: Will sich jemand ein Haus bauen, dann überlegt er doch auch vorher, ob er das bezahlen kann. Kein vernünftiger Bauherr wird einfach anfangen und dabei riskieren, dass er bereits nach dem Bau des Fundamentes aufhören muss. Die Leute werden ihn auslachen.
Sprecher 1: So, wie Ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Das ist kurz zusammengefasst der Inhalt der Heiligen Schrift. Sprecher 2: Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie verlieren schnell ihren Wert oder werden gestohlen. Sammelt Euch vielmehr Schätze im Himmel, die nie ihren Wert verlieren und die kein Dieb mitnehmen kann. Wo nämlich Eure Schätze sind, da zieht es euch hin. Autorin: Die Bibel kann ein neuer Zugang zu Gott sein. Weil sie Impulse für das Leben und ganz gezielt für verschiedene Lebenssituation geben kann. Pastor Harald Petersen nennt aber noch einen anderen Grund, warum sich Menschen mit der Bibel beschäftigen sollten: O-Ton: Weil sie eine Perspektive aufzeigt, die wir in uns nicht finden. Eine Perspektive, die über dieses Leben hier hinausgeht. Jetzt sag ich mal einfach: Man kann natürlich aus einem rein humanistischen Ansatz heraus seine 50, 60, 70, 80 Jahre auch ziemlich gut hier leben. Und wenn man dann noch genug Geld hat und gesund ist, könnte mancher sagen: Wozu brauche ich Gott Und eh die Bibel spricht eben davon, dass dieses Leben nicht mit 70, 80 Jahren vorbei ist, sondern dass neues Leben beginnt, deswegen eine Perspektive, die wir nicht selber machen, die wir nicht selber bieten können, neues Leben, das hier und heute beginnt, wenn jemand sich Gott zuwendet in Christus und das dann über den Tod hinausgeht. Also eine Perspektive mit Hoffnung statt Hoffnungslosigkeit. Musik: Heimlicher Dont you really know (instrumental)
Autorin: In der Bibel zu lesen und von dort Impulse für den Glauben zu bekommen, kann ein Weg zu Gott sein.
Ein anderer Weg zu Gott führt aber wohl offensichtlich über Jesus selber. Wenn er hier in dem Gleichnis von sich als dem Gärtner spricht, der den Baum erst einmal wieder geduldig aufpäppelt und sich um ihn kümmert, dann bekommt das noch eine andere, grundsätzliche Dimension. Jesus richtet den Blick damit auf sich selber.
Auch Pastor Harald Petersen sieht den Weg zu Gott über Jesus Christus direkt. O-Ton: Und darum die Aufforderung: Tue Buße. Glaube an das, was Christus hier bewirkt hat. Was hat er bewirkt? Da müssen wir zurückgehen bis Karfreitag und Ostern. Und dann feststellen: Er ist stellvertretend gestorben aus Liebe zu den Menschen und hat die Schuld für die Menschen getragen und so ist er zur Versöhnung geworden für alle. Da führt an Christus kein Weg dran vorbei. Das bietet die Natur eben nicht. Autorin: Das Wesen des Christentums ist die enge Verbindung zwischen dem Glauben und Jesus Christus. Das hat auch Jesus selber betont. In einer Rede sagte der z.B.: Jetzt ist Gottes Stunde gekommen. Seine Königsherrschaft wird nun aufgerichtet. Ändert Euch von Grund auf! Kehrt um zu Gott und nehmt seine Heilsbotschaft im Glauben an.
Das bedeutet eine direkte Verbindung von christlichem Glauben und Jesus Christus. Die Heilsbotschaft bedeutet ja, dass Jesus die Menschen erlöst hat. Durch seinen Tod am Kreuz und durch die Auferstehung von den Toten. Dadurch ist ewiges Leben möglich geworden. O-Ton: Also die Aussagen der Bibel sind klar: Wer mit Gott lebt, hat das neue Leben, oder, wer Christus annimmt. Und wer das nicht tut, der hat das neue Leben nicht. Punkt. Da wird nicht drum rumdiskutiert, ob uns das passt oder nicht. Das Angebot steht, jeder kann es annehmen, der es hört, eh von daher gesehen, ja, für die, die es nicht annehmen, ist das schon eine krasse, eine harte Auseinandersetzung, auf die man sich da einlässt. Und trotzdem steht dahinter Gott, der immer noch wirbt, der immer noch versucht diese Menschen auf unterschiedliche, vielfältige Art und Weise zurückzugewinnen ehm, der Gärtner hat die Chance, nochmal mit den Menschen zu reden oder nochmal eine Schippe Mist, sprich eh Liebe und Hoffnung an die Wurzeln zu streuen in dem Glauben, in dem Vertrauen, dass es irgendwann aufgeht, diese Frucht.
Autorin: Und da sind wir wieder bei dem Gleichnis vom Feigenbaum, der keine Frucht bringt. Da sind wir bei dem ungeduldigen Weinbergbesitzer, der den Baum deshalb umhauen lassen will. Und wir sind beim dem Gärtner, der es mit dem Baum noch einmal versuchen will. Mit anderen Worten: Wo Gottes Geduldsfaden gerissen ist, da stellt sich Jesus schützend vor den Menschen, pflegt und hegt ihn und hofft auf eine Umkehr.
Warum? O-Ton: Weil er uns lieb hat. Er wäre sonst nicht auf die Welt gekommen. Weil er uns lieb hat und weil er die Hoffnung für uns nicht aufgibt. Und das ist das Entscheidende. Wo ich auch am Anfang gesagt habe: ist schon etwas komisch, ne, dass Christus hier noch etwas barmherziger und geduldiger auftritt als Gott selbst.- Aber vielleicht ist das ja gerade seine Sendung. Als Bote Gottes noch einmal ganz vehement dafür zu werben, dass die Menschen das Liebesangebot Gottes annehmen und auf ihn hören und ich glaube, er hat noch viel Hoffnung für Menschen. Und Liebe hat er ohnehin jede Menge, mehr als wir für Menschen aufbringen können. Verständnis, so sehe ich ihn hier als den Gärtner, der sagt, Mensch, komm, ein Jahr noch. Noch ne Schippe Mist dran.
Autorin: Die Liebe Gottes hat viele Gesichter. Es können Menschen sein, die Gott mir in den Weg stellt und die mich begleiten. Die Liebe Gottes kann sich aber auch darin zeigen, dass ich von Last und Schuld befreit werde. Dass ich bei Menschen und bei Gott Vergebung erfahren habe. Ich werde mit den alten Sachen nicht mehr konfrontiert. Ich kann befreit leben und sagen: Das ist weg, das bin ich los. Die Liebe Gottes kann sich aber auch darin zeigen, dass sich aussichtslose Umstände zu einem Guten hin verändern. Pastor Harald Petersen kann auf eine langjährige Erfahrung als Seelsorger zurückblicken. Es war und ist ihm immer wichtig, Perspektiven aus christlicher Sicht aufzuzeigen. Auf die Kraft Gottes hinzuweisen und auf den Beistand, den Menschen, wie hier in unserem Gleichnis beschrieben, durch Jesus Christus haben. Eine Geschichte ist ihm ganz besonders in Erinnerung: O-Ton: da haben Mutter und Tochter wochenlang nur noch mit Zettelchen kommuniziert, eh weil einfach der Hass, die Ablehnung inzwischen so groß war, und wenn man da dann merkt, dass sie wieder lernen, auch wenn es schwierig war, die Zettel wegzulassen und sich persönlich zu unterhalten, am Anfang sich dabei noch gar nicht in die Augen schauen konnten doch dann doch, dann kommt da etwas rüber, von dem die Bibel sagt: hier wird etwas heil. Das braucht Zeit - aber genauso, wie man auch in vielen Situationen auch reinrutscht und das immer schlimmer wird, wie bei so einer negativen Spirale, so kann Christus dies Spirale dann auch wieder umdrehen und man kann langsam wieder rauskommen. Und dazu braucht man ihn dann auch. Kraft auch den Mut, zurückzustecken oder auch zu lernen, mit eh mit Verletzungen anders umzugehen als nur zurückzuschlagen, damit es wieder eskaliert. Autorin: Kraft und Mut, anders zu reagieren. Kraft und Mut aber auch, einen anderen Weg einzuschlagen und die Richtung des Lebensweges zu ändern. Kraft und Mut vielleicht auch, wieder neu auf Gott zuzugehen. Ich lade Sie zum Schluss dieser Sendung dazu ein, mit mir zusammen das Vater unser zu sprechen, um diese Kraft und diesen Mut zu bekommen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Musik: Heimlicher In your eyes (instrumental)
Damit geht diese Sendung der evangelischen Kirche zum Buß- und Bettag zuende. Es verabschiedet sich aus Essen Silke Janssen und wünscht noch einen gesegneten Abend unter dem Schutz Gottes.
Musik: Heimlicher In your eyes (instrumental)
Der Buß- und Bettag: Umkehr zu Gott!
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