|
Frans Veldman und die Väter
Die Welt ist deshalb so schlecht, weil Kinder nicht genug Liebe bekommen. Davon war Frans Veldman überzeugt.
Er war Niederländer und Arzt, der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende, die KZ-Insassen wurden befreit und Frans Veldman hatte eine Mission. Er wollte die Welt verändern. Er wollte, dass die Kinder mehr Liebe bekommen.
Nur wie? Er beobachtete, dass viele Väter sich wenig um ihre Kinder kümmerten Und das wollte Veldman ändern. Er wollte, dass Väter von der Schwangerschaft an dabei sind, dass sie ihre Frauen unterstützen und dass sie ihre Kinder gemeinsam großziehen. Das dachte er, wohl gemerkt, bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und damals war es noch ganz und gar nicht selbstverständlich, dass Väter mit in Schwangerschaftskurse gingen und Wickeln und Füttern übten.
Frans Veldman entdeckte: Allein indem der Vater den Bauch der Mutter, in dem das Kind heranwächst, streichelt, baut er zu dem Kind bereits eine Beziehung auf.
Dieses Bild geht mir oft durch den Kopf. Vor allem, wenn die Pfarrerin den Gottesdienst beginnt mit den Worten: Unsere Hilfe und unser Anfang stehen im Namen Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat, der niemals loslässt das Werk seiner Hände!
Ja, er lässt das Werk seiner Hände nicht los. Bei Gott sind wir geborgen, wie der Fötus im Schoß der Mutter, wie das Kind in der Hand seines Vaters.
Sprecherin: Alexa Christ
Frans Veldman und die Väter
|