Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

07.10.09, Christiane Birgden

Deine Sorgen möchte ...

„Deine Sorgen möchte ich haben!“, sagt der Vater, als seine Tochter Jelena heulend aus der Schule kommt, weil ihr Freund nach zwei Wochen mit ihr Schluss gemacht hat.

Der Vater ist in großer Sorge: Seine Firma fusioniert gerade und er befürchtet, dass er unter dem neuen Chef seine Position nicht halten kann. „Deine Sorgen möchte ich haben!“ Möchte er wirklich mit seiner Tochter tauschen?

„Deine Sorgen möchte ich haben!“, sagt Tobi als er  sieht, dass Anton das Herz in die Hose rutscht, als er in Mathe nur eine drei geschafft hat. Tobi wäre froh, wenn er mal eine drei hätte! Er weiß nicht, unter welchem Druck Anton zuhause steht bei seinen ehrgeizigen Eltern.

„Deine Sorgen möchte ich haben!“ Das sagen wir so leichtfertig und meinen, dass das Päckchen, das Kreuz, das wir tragen, sowieso das schwerste ist. Es fällt uns schwer, uns in andere hineinzuversetzen.

Jesus sieht das anders. Er nimmt unsere Sorgen ernst, so unterschiedlich groß sie auch von außen betrachtet aussehen können. Allerdings sagt er auch: Lasst euch von euren Sorgen nicht erdrücken. Sorgt euch immer nur für einen Tag. Sich im Voraus Sorgen machen hat wenig Zweck. Der Tag Morgen wird für das seine sorgen. Und Gott sorgt für euch! (nach Mt 6,25ff)

Sprecherin: Christiane Birgden

Audiobeitrag Deine Sorgen möchte ...


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