Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

06.10.09, Christiane Birgden

Australische Weihnachten

Letztes Jahr Weihnachten meinte es meine Oma Gerda gut mit mir und bestellte für mich bei Nürnberger Lebkuchen ein dickes Paket mit Printen, Lebkuchen,

Spekulatius und Zimtsternen.

Leider kam das Paket erst Ende Januar bei mir an und da hatte ich definitiv genug Weihnachtsplätzchen gegessen. Was also tun? Wegschmeißen verbot sich, also schaute ich aufs Haltbarkeitsdatum: Ende Juli.

Da kam mir die Idee: Ich lud meine Freunde und Freundinnen zum 24. Juni, also genau ein halbes Jahr nach bzw. vor Weihnachten zu einer „Australischen Weihnacht“ ein - weil ich mal gehört habe, dass in Australien zu Weihnachten hochsommerliche Temperaturen herrschen.

Ich holte die gesamt Weihnachtsdeko aus dem Keller und schmückte den Balkon mit Sternchenketten und Weihnachtsengeln. Es gab Weihnachtspunsch - mit Eiswürfeln und Strohhalm - in Cocktailgläsern und natürlich die Printen, Lebkucken, Spekulatius und Zimtsterne.

Das war eine nette Erfahrung, aber irgendwie haben wir gemerkt: an Weihnachten schmecken die Sachen besser!

Wenn ich jetzt in den Supermärkten die Regale mit dem ganzen Weihnachtsgebäck sehe und die entsprechende Deko dazu, dann merke ich: Das brauch ich nicht.
 
Advent ist im Dezember! Mit diesem Slogan wirbt die Evangelische Kirche in Deutschland dafür, die Feste zu feiern, wenn sie dran sind und genau das will ich tun.

Sprecherin: Christiane Birgden

 

Audiobeitrag Australische Weihnachten


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