Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

20.09.09, Pfarrer Jens Burgschweiger

Weltkindertag

Musik: Silbermond: Irgendwas bleibt, Autor: Was wünschen sich Kinder heute? Was erhoffen sie, was brauchen sie am dringendsten?

Man muss selbst keine Kinder haben, es genügt ein mütterlicher oder väterlicher Mensch zu sein, um zu wissen, wie das Herz eines Kindes tickt.   

Musik: „Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist,
und alles Gute steht hier still.
Und dass das Wort, das du mir heute gibst,
morgen noch genauso gilt.“

Autor: Was die Gruppe Silbermond hier singt - vielen Kindern ist es aus der Seele gesprochen: Sicherheit brauchen sie, die Gewissheit, gut aufgehoben zu sein. Und dass sie sich verlassen können – auf das Wort von Vater und Mutter. Dass Eltern zu ihrem Kind stehen - selbstverständlich ist das ja nicht.

Musik: „Gib mir 'n kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt, in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt.“
 
Autor:
Heute ist Weltkindertag. Der 50. seit der offiziellen Einführung dieses Tages durch die Vereinten Nationen. Die Idee dazu ist noch älter. Schon im Jahre 1952 rief die amerikanische Organisation „International Union for Child Welfare“ einen weltweiten Tag des Kindes ins Leben. Bereits ein Jahr später beteiligten sich 40 Länder. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Ländern gefeiert. Damals wie heute geht es um die Rechte von Kindern in der ganzen Welt.

Musik: „Gib mir einfach nur'n bisschen Halt,
und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit,
nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit,
Gib mir was, irgendwas, das bleibt.“

Autor: Vor 20 Jahren wurden die Rechte von Kindern in einer UN-Sonderkonvention geregelt, alle Länder dieser Erde bis auf die USA und Somalia haben sie unterschrieben.

Die Konvention sagt: Kindern haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf sauberes Wasser, Nahrung, medizinische Versorgung, Ausbildung und Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr eigenes Wohlergehen betreffen. Geächtet wird zudem die Beteiligung von Kindern am Krieg sowie Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie.

Musik: Auch wenn die Welt den Verstand verliert das Hier bleibt unberührt. Nichts passiert

Autor: Denn: Elf Millionen Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag, 250 Millionen Kinder schuften für Hungerlöhne, damit ihre Familien nicht verhungern, ja, sogar bei uns, in einem der reichsten Länder der Erde, leben über zwei Millionen Kinder in Armut – all das schreit zum Himmel und fordert heraus zum Handeln. Politisch wie privat. Die entscheidende Frage dabei ist: Welchen Stellenwert nehmen Kinder eigentlich ein? Auch für mich ganz persönlich, in meinem Leben.

Jesus sagt: „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein“, das bedeutet: Nur wenn wir Kinder wirklich als Schatz betrachten, werden wir für sie ein Herz haben. Und ihnen geben können, was sie zum Leben brauchen.  
   
Musik: „Gib mir was, irgendwas, das bleibt.“

Audiobeitrag Weltkindertag


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