|
Werft die Knarren weg
Musik: Green Day, 21 Guns; aus: 21st Century Breakdown; Track 16; 2009 Reprise Records (Warner Group), LC-Nr. 00322
Musik: Do you know whats worth fighting for / when its not worth dying for?
Autor: Lohnt es sich, für eine Sache zu kämpfen, die es nicht wert ist, für sie zu sterben? Dass ausgerechnet die Punk-Rocker der US-Band Green Day leise Töne anschlagen und fast schon philosophische Fragen stellen, ist gar nicht so überraschend. Mit ihrem aktuellen Al-bum 21st Century Breakdown verbindet die Band Erwartungen an das angebrochene 21. Jahrhundert mit der Bilanz eines Nervenzusammenbruchs. Bilanz von acht Jahren Amerika unter George W. Bush.
Musik: When youre at the end of the road / And you've lost all sense of control / And your thoughts have taken their toll / When your mind breaks the spirit of your soul / Your faith walks on broken glass
Autor: Wenn du am Ende der Straße angekommen bist und jeden Sinn für Kontrolle verloren hast, wenn deine Gedanken ihren Tribut eingefordert haben, wenn dein Kopf den Geist deiner Seele zerbricht und dein Glaube bloß noch auf Glasscherben daherkommt
Das Green-Day-Album schildert am Beispiel des jungen Pärchens Gloria und Christian das gebrochene Le-bensgefühl in Amerika: Zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Helden und Betrügern, Scharlatanen und Heiligen gehts um die mühsame Suche nach einer neuen Perspektive.
Musik:
When its time to live and let die / And you cant get another try / Something inside this heart has died / Youre in ruins.
Autor: Wenns Zeit ist zum Leben und Sterbenlassen, dann ist es eben nicht die Zeit der ver-harmlosenden Gewaltromantik aus dem gleichnamigen James-Bond-Film, sondern dann ist etwas in deinem Herzen gestorben und du liegst in Trümmern. Dagegen, sagt Green Day, ist nur ein Kraut gewachsen:
Musik: One, 21 guns / Lay down your arms / Give up the fight / One, 21 guns / Throw up your arms / Into the sky / You and I.
Autor: 21 Knarren. Eine für jedes Jahrhundert. Legt sie weg. Gebt das Kämpfen auf. Lay down your arms. Die Waffen nieder. Das schrieb Bertha von Suttner vor genau 120 Jahren. Man kann sie für naiv halten, diese Botschaft? Aber junge Amerikaner wie Green Day, denen der mutwillig vom Zaun gebrochene Irak-Krieg gedanklich in den Knochen steckt, sehen das genauso. Wenn sich was ändern soll am Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt, dann nur so, dass du und ich die Arme in den Himmel strecken und die Waffen wegschmeißen. Die Bibel übrigens sagt es ganz ähnlich.
Musik: One, 21 guns / Lay down your arms / Give up the fight / One, 21 guns / Throw up your arms / Into the sky / You and I.
Werft die Knarren weg
|