Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

11.09.09, Kerstin Hanke

Das unsichere Leben

Zwei Flugzeuge, zwei Wolkenkratzer, Tausende von Opfer in den Trümmern des World Trade Centers. Sicherheit ist seitdem eines der Lieblingswörter der Politiker geworden.

Sicherheit herstellen sollen Überwachungkameras, die Scanner an den Flughäfen, die biometrischen Ausweise, Kontrollen im Internet und und und... Technik soll uns schützen vor Kofferbomben und Selbstmordattentätern.

Statistisch gesehen, werde ich eher von einem Auto auf dem Weg zu Arbeit überfahren, als durch eine Kofferbombe sterben. Die Angst vor einem Terroranschlag wird mir aber eingeimpft.  Wie sicher kann das Leben sein? Es ist verletzlicher als mir lieb ist. Genau diese Verletzlichkeit ignoriere ich jeden Tag, wenn ich auf dem feuchten Fliesenboden noch eben nach dem Fön greife.. Es gibt eine Theorie, dass wir das Risiko von Situationen falsch einschätzen. Andernfalls blieben wir wohl eher im Bett liegen als auf die Strasse zu gehen.

Es gibt kein Leben ohne Risiko. Es gibt keine trügerische Sicherheit. Gegen alle technikverliebten Sicherheitskonzepte stemmt sich der Segen Gottes. Dieser Segen sagt: Gott schenkt dir Frieden, geh hinaus in die Welt und tue dort was für den Frieden.  Und das fängt ganz klein an beim alltäglichen Brot. Sorge dafür, dass es weniger Armut gibt. 

Sprecherin: Christiane Birgden

Audiobeitrag Das unsichere Leben


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