Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

26.08.09, Jost Klausmeier-Saß

Lebenshilfe

O-Ton Jessica: Von der Grundschule aus sollte ich auf die Realschule. Da hab ich das dann aber nicht geschafft. Und dann bin ich auf die Hauptschule gegangen.

Von der Hauptschule wollte ich meinen Realschulabschluss nachmachen. Bin dann auf die Abendrealschule gegangen. Da hat’s leider nicht geklappt. Dann bin ich ein Jahr arbeitslos gewesen.

Sprecher: Jessica hat jahrelang mit dem Gefühl gelebt, regelmäßig zu versagen. Jedenfalls in so wichtigen Dingen wie Schule. Und mit einer Lehrstelle wurde es auch lange nichts. Bis sie in einer Maßnahme bei einem Bildungsträger unterkam, wo sie jetzt doch eine Lehre machen kann.

O-Ton Jessica: Wie ne ganz normale Ausbildung. Das ist halt nur, dass man im Schulischen mehr gefördert wird und dann hat man noch so ne Sozialarbeiterin, die für einen da ist. Halt n bisschen mehr so – wie soll ich das beschreiben – für Leute, die’ s nicht ganz so einfach haben.

Sprecher: Nach den vielen Enttäuschungen hat Jessica zum Glück endlich gefunden, was sie braucht.: Arbeit – und jemanden, der ihr hilft, mit ihren Problemen klarzukommen.

O-Ton Jessica: Dass einer da ist, der einem zuhört und dann auch, wenn’s einem nicht so gut geht, der das dann auf einer Seite schon eher versteht, als wie jetzt einer aus’m Betrieb. Also das sind so wie, bisschen so wie Psychologen so.

Sprecher: Enttäuschungen kann man aushalten, wenn man nicht allein ist. Wenn es jemanden gibt, der zuhören kann.. Für Jessica ist das ihre Sozialarbeiterin, die ihr immer wieder helfen, durchzuhalten:

O-Ton Jessica: dann setzt die sich dann halt mit mir da hin und spricht mit mir da darüber. Das sind dann schon mal eine Stunde oder so, die dann verloren gehen von der Arbeit. Aber dann fühlt man sich danach besser, weil man darüber gesprochen hat.

Sprecher: Michael Birgden

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