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Wellness für die Seele - die Gemeinschaft
Freunde hat man in unserem Alter nicht mehr! So hat mir mal eine ältere Dame gesagt. Und in mir hat alles aufgeschrien: das darf doch nicht wahr sein!
Klar, man wird anspruchsvoller, vielleicht eigensinniger. Es wird schwerer, sich neu auf einen anderen Menschen einzulassen. Eine Jugendliche sagte letztens zu mir: ich habe viele so genannte Freunde - aber hintenrum reden sie über mich und hauen mich in die Pfanne. Jeder scheint immer mehr für sich zu kämpfen
und sie schloss mit den Worten: ich muss hart sein, um durch zu kommen.
Es ist in den letzten Jahren viel geschrieben und diskutiert worden über die Vereinsamung, die Vereinzelung. Über die wenigen authentischen Beziehungen, die viele Menschen haben. Über den Mangel an tröstenden Schultern, herzlichen Umarmungen. Und die Therapeuten haben Wartelisten von einem halben Jahr. Mindestens. Peter Fox singt in seinem Lied Schwarz zu blau: Jeder hat n' Hund aber keinen zum Reden! Bitter.
Und dennoch regt sich Widerstand, der mir Hoffnung macht. Wir begreifen und müssen vielleicht auch begreifen, dass alles miteinander verbunden ist. Der Mensch ist keine Insel, er ist auf andere angewiesen. Einzelkämpfer zerbrechen irgendwann an der Kälte ihres Weges. Soziale Netzwerke kommen neu in den Blick. Gut so!
Ein vermeintlicher Themenwechsel: Kennen Sie eines der häufigsten Wörter des Neuen Testamentes? Gut, versuchen wir es: Liebe, Gnade, Vergebung
alles richtig! Aber ich rede von einem kleinen unscheinbaren Wort, auf das man nicht so leicht kommt. Das sich irgendwie klein und grau in die Ecke drückt und dort ein Schattendasein führt, obwohl es für die Seele so wichtig ist
Es ist das Wort Einander. Einander lieben, ermutigen, hinterfragen, aufbauen und vieles mehr. Die Autoren der Briefe im Neuen Testament fordern uns dazu auf! Es geschieht nicht von selbst - es ist manchmal harte Arbeit! Aber so hat sich die Bibel Gemeinschaft gedacht! Und es gibt eine Sache, die dieser Gemeinschaft zwischen Menschen Flügel verleiht. Die Gemeinschaft mit Gott. Weil wir diese erfahren dürfen - ganz alltäglich - können wir sie auch weitergeben. Wir können lieben, weil wir von Gott geliebt sind, wir können ermutigen, weil Gott uns ermutigt. Wir können auf gute Weise korrigieren, weil Er das bei uns tut
Wenn wir das erfahren und umsetzen, kann so eine heilsame Gemeinschaft entstehen; eine Gemeinschaft, die geradezu Wellness für die Seele ist. Vertikal, zwischen Gott und Mensch und horizontal, zwischen Mensch und Mensch. Gut zu wissen, dass Gott auf die Sehnsucht unserer Zeit gute Antworten kennt. Folgen wir ihm in ein wachsendes Netzwerk der wohltuenden Gemeinschaft!
Wellness für die Seele - die Gemeinschaft
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