Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

28.07.09, Jost Klausmeier-Saß

Helfen hilft

O-Ton: Wir haben uns am Anfang monatlich getroffen und dann wurd’s hinterher wirklich wöchentlich. Und dann wurd’s ziemlich viel Arbeit, um halt das alles zu organisieren.

Sprecherin: Clarissa, Auszubildende aus Essen, hat viel Zeit investiert, vor allem ihre Freizeit. Ihren Sommerurlaub. - Und Geld. Und viel Kreativität: Mit Freunden und Bekannten rund um ihren Essener Pfadfinderstamm hat sie ein Hilfsprojekt für Südafrika auf die Beine gestellt.

O-Ton: Dieses Geld haben wir dann mehreren Einrichtungen zukommen lassen. Wir haben unter anderen mitgeholfen, eine Schule oder einen Kindergarten aufzubauen. Wir haben einen Pastor unterstützt, der Dorfkinder betreut und auch Dorfkinder bei sich aufnimmt (...)

Sprecherin: Clarissa hat viel gegeben. Aber noch wichtiger: Clarissa hat viel bekommen. Zum Beispiel in den Momenten, als sie in Südafrika den Kindern begegnete, für die sie in Deutschland gearbeitet und Geld gesammelt hat:

O-Ton: Superschön, dieses Gefühl mal zu haben. Die Kinder, wie die einen ankucken, die Augen, wie die lachen, wie begeistert die sind, wie die sich freuen und wie offen die zu einem sind. Und wie dankbar auch zum Teil. Umarmen dich, fassen dich an, wollen auf deinen Schoß und lachen mit dir.

Sprecherin: Das ist das Geheimnis beim Helfen. Helfen hilft auch dem Helfer. Oder – wie bei Clarissa – der Helferin.

O-Ton: „Also mir macht Helfen Freude, weil ich dann selbst mich freue. Also ich kann das schwer erklären. Aber wenn ich andere lachen sehe, und wenn ich sehe, wie glücklich sie sind, dann bin ich selbst glücklich.

Sprecherin: Christiane Birgden

Audiobeitrag Helfen hilft


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