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Was ist denn daran gut?
Im letzten Herbst waren Mattes und Ingo mit dem Rucksack unterwegs: Vier Wochen Chile. Mattes hat Freunde in Santiago de Chile, die er endlich einmal besuchen wollte.
Sie hatten sich vorgenommen, das Land in Etappen zu bereisen: Von Nord nach Süd von der Wüste bis nach Feuerland.
Nach genau zwei Wochen wurde der Wagen, den sie sich für ein paar Tage gemietet hatten aufgebrochen und ausgeräumt. Alles weg! Übel, sagt Mattes, Am schlimmer fand ich aber eigentlich die Vorstellung, dass jetzt jemand mein uraltes Lieblings-T-Shirt einfach irgendwo in die Mülltonne wirft, weil er nichts damit anfangen kann. Trotzdem: Insgesamt hätte die Reise aber nicht besser sein können.
Komplett ausgeraubt und Mattes gewinnt dem Ganzen noch etwas Gutes ab.
Unsere Freunde dort haben einfach alles gegeben. Sie haben ihre eigenen Klamotten für uns in Rucksäcke gepackt und sie mit einem Flieger zu uns in den Süden geschickt, so konnten wir unsere Tour fortsetzen. Es war ein super Gefühl, solche Freundschaft zu erleben, das wäre uns sonst nie passiert. Und: Ich habe auf einmal gesehen, was hinter dem, was ich für unverzichtbar gehalten habe, wirklich wichtig ist. Das war für mich bislang nur so eine theoretische Frage aus der Bibel: Woran hängt dein Herz? An Dingen? Das kann doch nicht sein. Dinge sind wichtig, aber nicht lebenswichtig. Freundschaft, Liebe, Gott. Darum geht es doch.
Und die Photos mit der Einweg-Kamera sind außerdem ganz cool geworden.
Sprecher: Michael Birgden
Was ist denn daran gut?
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