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Als sie mich fragt, wie es war, freue ich mich. Über das Interesse und weil er wirklich schön war der Urlaub. Gerade will ich erzählen, vom Meer und von den Bergen.
Da sagt die Bekannte schon: Ich habe auch etwas Tolles erlebt. Und dann erzählt sie und erzählt und erzählt.
Wie geht es dir? oder Geht es gut? klingen zunächst wie eine Einladung zuzuhören, sind aber doch oft nicht mehr als ein freundlicher Gruß.
Mein Freund ist Gefängnisseelsorger. Er hat da Tag für Tag mit Menschen zu tun, denen es nicht gerade gut geht. Menschen die ihm erzählen, dass sie einen Traum haben: Dass mal einer wirklich zuhört. Was für ein Traum. Dass einer einfach mal zuhört. Man muss nicht inhaftiert sein, um diesen Wunsch tief zu empfinden.
Was wäre also, wenn jemand wirklich zuhört? Mich hören will? Ich glaube, dass Gott zuhört. Ich glaube, dass Gott mir zuhört. Das heißt: ich kann erzählen.
Gott sei Dank, erlebe ich auch, dass Menschen hören, mir wirklich zuhören. Allerdings: Sie werden nur hören können, was ich bereit bin zu sagen, oder zu zeigen.
Gott hört anders. Gott hört auch das was ich nicht, noch nicht sagen, zeigen kann. Auch nicht mir selbst. Gott weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ein Wort dafür findet(Matth. 6,8), sagt Jesus einmal. Gott hört zu.
Sprecher: Michael Birgden
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