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Gott spricht
Musik: Wo bist du, wo bist du? Gott ist auf der Suche: Mensch, wo bist du, wo bist du? Autor: Viele wird er nicht lange suchen müssen in dieser Woche, der liebe Gott.
Er wird sie in Bremen finden auf dem Evangelischen Kirchentag. Am Mittwochabend gehts los. Mensch wo bist du? ist das Motto für das fünftägige Kirchenfest.
Musik: Mensch, wo bist du, wo bist du?
Autor: Dieter Falk, Musikproduzent und Komponist, und der Liedermacher Clemens Bittlinger haben das Lied eigens für den Kirchentag in Bremen geschrieben. Die Frage stammt aus der Bibel. Ganz am Anfang im Paradies, so wird erzählt, sucht Gott nach dem ersten Menschenpaar. Adam und Eva haben sich zwischen den Büschen versteckt, weil sie vom verbotenen Baum gegessen haben und nun vom schlechten Gewissen geplagt werden. Da kommt Gott, spaziert durch den Garten und ruft nach ihnen.
Musik: Gottes Geist sucht uns im Garten und ruft: Mensch, wo bist du.
Autor: Ist das Rufen Gottes im Paradiesgarten nur ein netter Mythos aus alter Zeit oder spricht Gott auch heute noch? Und wenn ja, wie spricht er? Wie kann man ihn hören oder wahrnehmen? Dieter Falk, der als Jurymitglied in der Fernsehsendung Popstars bekannt wurde, macht keinen Hehl daraus, dass er sich mit seinen fast 50 Jahren den kindlichen Glauben an einen Gott, der immer noch zu uns spricht, bewahrt hat.
O-Ton Falk: Nicht so kindlich, dass ich jetzt hier Gott mit Bart um die Ecke stiefeln sehe, sondern, dass ich Gott spüre.
Autor: Was für Dieter Falk nicht nur eine Sache von diffusen Gefühlen ist.
O-Ton Falk: sondern auch handfest greifbar in Menschen, die mir bedeutsam werden. Das sind Leute, die auf einen zukommen, manchmal völlig ungeplant und ungekannt und einem irgendwie Trost geben, Zurückweisen, Umarmen, und ich interpretiere das so, dass kann nicht von irgendwo her kommen.
Autor: Sondern von Gott. Gott spricht durch andere Menschen. Manchmal sehr unbequem, wenn Gott einem quer kommt und ins Gewissen redet, so wie damals bei Adam und Eva. Wenn er uns dazwischen funkt, wie Dieter Falk sagt, und sich dabei an seine Zeit bei den Popstars erinnert.
O-Ton Falk: Bei dieser Fernsehserie sind mir manchmal ein paar Ausrutscher passiert, und dann hats mich so geärgert und gefuchst, weil ich auch gemerkt hab, ich hab Menschen echt verletzt, und dann hab ich auch gesagt: hier, das tut mir leid, in der Sache steh ich dazu, aber ich hab mich einfach im Ton vergriffen.
Autor: Gut für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir leben, wenn wir spüren: Jetzt redet uns Gott dazwischen, und wir ändern unser Verhalten.
Musik: Gottes Geist will uns verwandeln und fragt: Mensch, wo bist Du? wo bist Du? wo bist Du?....
O-Ton Falk: Leute lamentiert nicht immer rum, sondern schaut euch mal in eurer Nachbarschaft um, wo könnt ihr selbst aktiv werden, wo könnt ihr diese Situation ändern. Mensch, wo bist du: Gott quatscht Dir quasi in dein persönliches Umfeld rein und sagt: hier, du bist selbst dran, Dich zu ändern.
Autor: Beim Kirchentag in Bremen werden, wie immer, Texte aus der Bibel zu hören sein, und viele Menschen werden kommen, über hunderttausend. Reichlich Gelegenheit also zu erleben, wie Gott sprechen und heilsam dazwischenreden kann.
O-Ton Falk: Was es de fakto gibt ist, dass der Einfluss Gottes Menschen umkrempeln kann. Ich hab das oft erlebt, dass sich Menschen zum Positiven verändern.
Autor: Nicht nur auf außergewöhnlichen Kirchentagen, sondern auch im gewöhnlichen Leben.
Musik: Clemens Bittlinger, Habseligkeiten, Track 7 (Mensch, wo bist du?), Kreuz-Verlag, Stuttgart, LC 00600
Gott spricht
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