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Kinderkirche
O-Ton: Atmo, Lied Autor: Fast 30 Kinder sind heute zur Kinderkirche in die Evangelische Kirche Martin-Luther-King in Hürth gekommen.
Zusammen mit Ihren Eltern und der Erwachsenengemeinde haben sie den Gottesdienst begonnen und sind dann feierlich mit der Kinderkirchenkerze ins benachbarte Gemeindehaus gezogen. Für jedes Kind gibt es ein buntes Sitzkissen. Aber die Kinder hält es nicht lange auf den Kissen: ein Lied mit vielen Bewegungen fordert ihren Einsatz. Für Annette Blasajewsky vom Kinderkirchen-Team ist es wichtig, dass die Kinder den Sonntag als einen besonderen Tag erleben.
O-Ton: Wenn man in dem Kreis sitzt und einem diese ganzen Kinderaugen anschauen und man denkt: Ist das toll: das Sonntag für Sonntag jedes Mal wieder so viele Kinder kommen und die einfach Freude daran haben und merken: Hey, da ist was besonderes am Sonntag.
Autor: Heute steht die Geschichte vom Auszug aus Ägypten im Mittelpunkt. Kleine Holzfiguren wandern durch echten Sand. Ob das ganze Volk Israel es durch das Schilfmeer schafft, bevor der Pharao das Ufer erreicht? Die Kinder lauschen gebannt der freien Erzählung. Die Kleinsten sind gerade einmal zwei Jahre alt. Die Ältesten gehen bereits zur Grundschule. Geschafft! Gott hat sein Volk gerettet! Mit Rasseln und Schellen tanzen die Kinder durch den Raum wie Miriam, die Prophetin. Jetzt sind sie mitten drin in dieser gut 3.000 Jahre alten Geschichte.
Kinder sind heute anspruchsvoll. Das Angebot der Kirche steht in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Freizeitangeboten für Kinder am Sonntagmorgen. Annette Blasajewsky sieht das gelassen. Sie hofft:
O-Ton:
dass sie gerne in die Kirche kommen und merken: da gibt es tolle Geschichten, die mich berühren, die mir Mut machen, dass sie merken wie vielschichtig Gott im Prinzip ist, wie man ihn erleben kann in so verschiedenen Teilen des Gottesdienstes. In allem finde ich. In den Liedern, dass man zusammen singt, das man zusammen tanzt, aber auch zusammen in der Stille empfindet oder im Gebet oder einfach in ner Geschichte in einer Atmosphäre, wo ich gerne wiederkomme.
Autor: Noch vor wenigen Jahren fehlten auch in Hürth die Kinder im Sonntagsgottesdienst. Heute gibt es jeden Sonntag ein Angebot für Kinder. Inzwischen freuen sich auch die Alten, denn mit den Kindern kamen die jungen Eltern zurück in die Kirche. Heute können die Erwachsenen ungestört der Predigt lauschen und die Kinder sind nebenan in guten Händen. Sie erleben ihren eigenen, kindgerechten Gottesdienst. Und das ist manchmal gar nicht so einfach:
O-Ton: Das fordert mich dann selber so heraus und ich denk mir dann: Das ist eben, dass so rüberzubringen, dass die Kinder das verstehen und andererseits ist es oft finde ich klasse: die Fragen und die Antworten, die dann von den Kindern kommen. Die bringen einen dann selber oft weiter.
Autor: Annette Blasajewsky spornt es an, zusammen mit den Kindern Antworten zu finden. Die oft ganz andere Sichtweise der Kinder hat auch ihr eine neue Perspektive auf das Leben gegeben. Und die Kinder spüren, dass einmal in der Woche die Uhren anders ticken und sie hier mit anderen Gott feiern können.
O-Ton: Manche Dinge finde ich schön auf ner anderen Ebene das ganze noch mal zu erleben und ich finde, dass ist oft auch viel beeindruckender, weil wir oft viel zu verkopft sind und wenn man das dann wirklich so begreifbar macht, gerade in Geschichten, die man spielt, wo man was in der Hand hat, wo man singt, die man erlebt. Dann finde ich ist das für einen selber auch ein [
] Wahnsinnsgeschenk und dann wird Glaube auch für einen selber viel intensiver.
Kinderkirche
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