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Irgendwas bleibt
Musik: Silbermond, Irgendwas bleibt, CD-Single Irgendwas bleibt, Track 1, LC-Nummer 00162, Sony BMG 2009.
Autor: Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen, sagt ein Sprichwort. Kann ich wirklich nur mir selbst vertrauen? Worauf ist überhaupt Verlass? Eine andere Lebensweisheit sagt: Wen das Glück verlässt, den verlassen auch die Freunde. Ist das wahr? Ob Menschen das tatsächlich so erleben? Ich dachte immer, auf echte Freunde kann man zählen.
Musik: Gib mirn kleines bisschen Sicherheit in einer Welt, in der nichts sicher scheint. Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas, das bleibt.
Autor: Die Gruppe Silbermond singt von einer Sehnsucht nach Sicherheit. Wer oder was gibt mir das eigentlich? Diesen Halt. Etwas, worauf ich mich verlassen kann! Ein guter Freund? Meine Familie? Oder ist es ein bestimmter Ort, an den ich mich zurückziehen kann, wo ich mich beschützt fühle?
Musik: Sag mir, dass dieser Ort hier sicher ist, und alles Gute steht hier still. Und dass das Wort, das du mir heute gibst, morgen noch genauso gilt. Diese Welt ist schnell und hat verlernt beständig zu sein. Denn Versuchungen setzen ihre Frist. Doch bitte schwör, dass wenn ich wieder komm, alles noch beim Alten ist. Gib mirn kleines bisschen Sicherheit...
Autor: Die Welt ist schnell. Jeder sorgt für sich selbst, jeder will Gewinn machen. Das steht heute an oberster Stelle. Wie eine Religion. Worauf Verlass ist? Worauf man vertrauen soll? Menschen verlassen sich auf Aktienkurse und geraten in Panik, wenn sie fallen. Banken spekulieren auf Gewinne und brechen ein, wenn niemand mehr vertraut. Menschen müssen sich alle paar Jahre neu erfinden, mobil und flexibel sein, um auf dem Markt mithalten zu können.
Musik: Gib mir einfach nur'n bisschen Halt. Und wieg mich einfach nur in Sicherheit. Hol mich aus dieser schnellen Zeit. Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit. Gib mir was, irgendwas, das bleibt.
Autor: Das, was bleibt, muss außerhalb von mir selbst liegen. Sonst gäbe es nicht wirklich Halt. Die Lieder der Bibel sagen: Auf Gott ist Verlass. Er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde. (Psalm 62,3) Mich auf Gott verlassen! Diesen Rat nehme ich manchmal ganz wörtlich: und dann verlasse ich mich. Das heißt, ich verlasse alles, was mich gerade in Beschlag nimmt. Lasse alles hinter mir, was sich wichtig macht. Dann gehe ich ein paar Schritte durch den Wald bis zu dieser kleinen Lichtung. Ein spezieller Ort. Wie eine Kirche. Hier spüre ich, dass Gott da ist. Alles Gute steht hier still. Dann merke ich wieder: Das, was bleibt, mache ich nicht selbst. Das wird mir geschenkt. Auf dieses Gefühl kann ich mich verlassen.
Musik: Und wieg mich einfach nur in Sicherheit. Hol mich aus dieser schnellen Zeit. Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit. Gib mir was, irgendwas, das bleibt.
Irgendwas bleibt
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