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Mortal Kombat
Michel bringt die Welt in Ordnung, heißt ein populäres Kinderbuch der Schwedin Astrid Lindgren, das vor rund vierzig Jahren erschien.
Ein kleiner Knirps löst dort mit Witz und Verstand harmlose Alltagskatastrophen in einem überschaubaren Kaff namens Lönneberga.
Heute dagegen wird die Welt von den Kids vorzugsweise am Computer in Ordnung gebracht. Die dazu erforderliche Software heißt durchweg Mortal World of Warcraft Encounter Strike Commander' oder so ähnlich. Und in regelmäßigen Abständen verwechselt immer mal wieder ein heranwachsender Weltenretter das Spiel mit der Realität: Er greift zum Messer oder zur Knarre. Ebenso regelmäßig ertönt dann der Schrei nach mehr Kontrolle, mehr Richtlinien und mehr Verboten auf dem Markt der PC-Games.
Schon die erste Version des berüchtigten Mortal Combat führte wegen äußerst brutaler Gewaltdarstellungen 1994 zur Gründung des Entertainment Software Rating Boards, das Zugangs- und Altersbeschränkungen festlegt. Als ob nicht schon jeder Achtjährige wüsste, wie man notfalls an die verbotene Ware kommt.
Junge Menschen und gewaltverherrlichende Spiele - das ist sicher auch ein Problem der Behörden, aber vor allem eins der Eltern. Die sind es doch, die das stundenlange Ballern billigend in Kauf nehmen, weil sie anderes zu tun haben, als sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Kinder sind ein Geschenk Gottes, heißt es in der Bibel. Wer seine Geschenke beiseite legt, statt sie zu hegen und zu pflegen, darf sich nicht wundern, wenn eines Tages das Lebens- und Liebenswerte fehlt.
Sprecher: Michael Birgden
Mortal Kombat
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