Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

14.03.09, Mark Pollmeier

Warme Hände, warmes Herz

Die Wissenschaft hat festgestellt: Körperwärme ist gut für zwischenmenschliche Beziehungen. Wer es schön warm hat, fühlt sich besser und ist netter zu seinen Mitmenschen.

Dabei müssen es gar nicht mal sommerliche Temperaturen sein: Oft hilft schon ein warmes Getränk, sagen die Forscher. Wer eine Tasse Kaffee in der Hand hält, beurteilt seine Gesprächspartner eher positiv. Außerdem sind Leute mit warmen Händen selbstloser und großzügiger.

Dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Temperatur und menschlichem Gefühl, ist ja nicht ganz neu. Wie wichtig zum Beispiel der wärmende Körperkontakt für Säuglinge ist, weiß man schon lange. Und auch für Erwachsene soll körperliche Nähe und Wärme nicht ganz schlecht sein.

Auch unsere Sprache verrät da einiges. Wenn wir jemanden als kühl oder eiskalt beschreiben, ist klar, was gemeint ist. Umgekehrt gibt es warmherzige Menschen, mit denen wir besonders gern zu tun haben.

Doch was macht nun die Wissenschaft? Statt ihre Erkenntnisse zum Wohl der Menschheit einzusetzen, wird da schon wieder in eine ganz andere Richtung gedacht. Etwa, wie man Körperwärme gezielt einsetzen kann, um den Leuten im Supermarkt noch mehr Waren andrehen zu können.

Und ich hatte mich schon auf wärmere U-Bahnen gefreut und auf den Gratiskaffee in der Warteschlange. Schade eigentlich!

Sprecherin: Christiane Birgden

Audiobeitrag Warme Hände, warmes Herz


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