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Through the Eyes of a Child
Musik: Through the Eyes of a Child, Reamonn, Track 3, LC-Nummer 00407.Musik: Why did we make it so hard, this life is so complicated until we see it through the eyes
of a child.
Warum machten wir es uns so schwer, das Leben ist so kompliziert, bis wir es mit Kinderaugen sehen
Autorin: Der Sehtipp des Sängers Reamonn, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten, hat biblisches Alter. Ein Blick in das Zimmer meiner Söhne reicht, um einen lebhaften Vorgeschmack auf die Folgen dieser Forderung zu bekommen. Wo das Auge hinblickt: Chaos. Ein Wirrwarr von Single-Socken, verwaisten Legosteinen, verschollenen Geschirrteilen und Schulsachen. Das Ordnungsprinzip möchte ich ungern auf andere Lebensbereiche übertragen. Ich sehe ein großes Durcheinander. Was sehen Kinder? Leide ich unter einem altersbedingten Sehfehler?
Musik: Why did we make it so hard, this life is so complicated until we see it through the eyes of a child.
Autorin: Dass ich von Kindern Offenheit, Klarheit oder Neugier lernen kann, habe ich verstanden, und ich erkenne die Vorteile. Aber was hilft es, wenn ich das Chaos aus der Sicht der Kinder betrachte? Zwei große Autofirmen haben sich die kindliche Ordnungslogik gewinnbringend zunutze gemacht. Sie sortieren die Dinge nun auch nach dem sogenannten "First in - first out"- Prinzip. Das bedeutet: Jedes neu abzulegende Teil kommt an den nächstbesten freien Platz. Ihre Lager wurden auf dieses System umgestellt. Die Folge: Die Mitarbeiter arbeiten effektiver. Nach dem gleichen System legen wir unsere Gedanken und Gefühle ab. Das Dienstgespräch von gestern liegt neben den Freizeitplänen fürs Wochenende, die geheime Liebe neben der noch zu bezahlenden Stromrechnung, die inspirierende SMS neben einem Hit aus den Neunzigern. Jedes Teil hat sein Fach in der Großhirnrinde, aber es fehlt an Übersichtlichkeit.
Musik: Why did we make it so hard, this life is so complicated until we see it through the eyes of a child. Autorin: Unser Gehirn besitzt eine unergründliche Genialität, mit ebenso originellen wie detaillierten Inhalten. Aber es ist gleichzeitig eine Abstellkammer, die bis an die Schädeldecke vollgestopft ist mit Altlasten, Plänen, Wünschen und Sorgen. Bis an den Rand gefüllt mit Gefühlen, wie ein Bällchenbad in großen Einrichtungshäusern. Wer versucht hier Ordnung reinzukriegen, geht unter. Meine Söhne haben eine Lösung für ihr Tohuwabohu gefunden. Sie überlassen das Ordnung-Machen einfach ihrer Mutter. Das funktioniert bestens. Akzeptieren wir das Chaos in unserem inneren Kinderzimmer und überlassen jemand Größerem das Aufräumen. Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen (Matthäus 18,3), hat Jesus, der Berühmteste aller Söhne, fest gestellt. Verlassen wir uns auf Gottes Ordnungssystem. Schließlich ist Er seit Anbeginn der Fachmann für die Chaosbewältigung.
Musik: Why did we make it so hard, this life is so complicated until we see it through the eyes of a child
Through the Eyes of a Child
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