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Parallelwelt
Seit 200.000 Jahren gibt es Menschen auf der Welt, Anfang 2009 waren es rund 6,75 Milliarden.
Im Vergleich: die ersten Playmobil-Männchen erblickten vor gerade mal 30 Jahren das Licht der Welt. Seither haben sie sich auf unglaubliche 2,2 Milliarden vermehrt. Und arbeiten kräftig weiter an ihrem Paralleluniversum; bauen Straßen und Häuser, pflanzen Kohl und Blumen, gründen Familien, ergreifen Berufe, fliegen ins All.
Und das alles auf einfache Weise: Mann und Frau, gleich groß, schlank, Zementfrisur, die Frau mit Busen, beide immer lächelnd. Die Kinder ähnlich, nur eben kleiner. Individuell werden sie erst durch Accessoires, durch Helm und Anzug zum Feuerwehrmann, mit Bart und gemusterter Tunika zum König, mit Sonnenbrille und Polohemd zum Urlauber. Dass die Evolution noch nicht abgeschlossen ist und ihre Hände nur aus zwei Handrücken bestehen, behindert sie nicht.
Gläubig sind die Playmobiler auch. Sie haben eine Kirche mit bunten Fenster und Orgel. Sie kennen die Arche Noah, Maria, Josef und auch das Jesus-Kind.
Und so wundert es nicht, dass sie eine christliche Botschaft vermitteln. Das Leben ist schön und auch mit leichter Behinderung bietet es unglaublich viele Möglichkeiten. Vor allem die, sich immer wieder zu verändern.
Zugegeben, bei uns Menschen geht das nicht so einfach wie in der Playmobil-Welt. Aber vielleicht ist auch nicht so schwer, wie wir manchmal meinen.
Sprecher: Michael Birgden
Parallelwelt
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