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Packen
Liebe Hörerinnen und Hörer, In diesen Tagen zwischen den Jahren ist es mal wieder dran: das Aussortieren und einpacken, was mit soll in das neue Jahr.
Die meisten Geschäfte machen Inventur. Totalausverkauf wegen Inventur oder wegen Inventur geschlossen liest man überall. Bevor das neue Wirtschaftsjahr beginnt, wird genau geguckt: Was ist noch auf Lager. Was ist gut gelaufen und bleibt im Sortiment und was sind Ladenhüter, von denen man sich besser verabschiedet. Was ist längst abgeschrieben. Was verspricht im neuen Jahr gut zu gehen und muss deshalb verstärkt ins Angebot aufgenommen werden und was kommt nicht an und wird auch im neuen Jahr wohl nur Verluste bescheren.
So eine Inventur schadet mir persönlich auch nicht. Ein Kassensturz, bei dem ich mich frage: Was war gut im letzten Jahr, für mich, für meine Familie, beruflich gesehen. Und was hat mich belastet. Was hat zu nichts geführt. Was lasse ich besser hinter mir, um meinen Weg gehen zu können. Und was packe ich in jedem Fall ein. Wo hinein habe ich investiert. In meine Beziehung? In meine Kinder? In meine Arbeit? In meine Gesundheit? In mein Hobby? In einen Freundeskreis? War das gut so, oder hätte ich die Gewichte anders verteilen sollen? Hätte ich an einer Stelle konsequenter Nein sagen sollen, hier und da mehr Engagement zeigen sollen. Mehr an mich denken oder mich mehr zurücknehmen. Ist alles gut gelaufen oder sollte ich etwas aufgeben, was keinen Ertrag gebracht hat? Was nehme ich mit ins neue Jahr, was mache ich genauso weiter und was lasse ich zurück?
Klar kann ich mich das auch immer zwischendurch fragen. Auch gut. Aber gerade diese Zwischenzeit ist eine gute Chance, mich intensiver damit zu beschäftigen. Damit ich erst gar nicht Dinge ins neue Jahr mitschleppe, die ich dann unterwegs doch zurücklasse. Zumal in diesen Tagen gewöhnlich mehr Zeit ist als sonst. Man ist mit der Familie zusammen, besucht Verwandte und Freunde, die man sonst das Jahr über nicht sieht. Da kommen viele Dinge auch zur Sprache, die wir sonst im Alltagsgeprassel einfach verdrängen.
Am schwierigsten ist es dann, wirklich eine Entscheidung zu treffen. Meistens möchte man ja, dass alles so bleibt wie es ist. Alles einpacken ist am besten. Nur nichts Vertrautes zurücklassen. Und ganz schwer ist es, sich von Menschen zu trennen.
Auch Abraham , bevor er sich in Bewegung setzte in das unbekannte Land, musste zusammenpacken, was er mitnehmen wollte und entscheiden, was dableiben sollte.
Sprecher: Er nahm Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu reisen.
Abraham hat viel zurückgelassen, auch weite Teile seiner Verwandtschaft. Weil sein Weg ihn von ihnen weg geführt hat. Nur seine Frau und seinen Neffen hat er mitgenommen und seine Diener. Und von Lot, seinem Neffen, hat er sich später auch noch getrennt. Das war für Abraham sicherlich ein ziemlicher Angang. Denn die Großfamilie um sich herum zu haben war damals ganz wichtig. Abraham hat es geschafft, sich zu entscheiden und auch von Menschen zu trennen, weil er wusste, der Weg, den er geht, ist richtig. Gott geht mit ihm. Das gab ihm den Mut und die Kraft, einzupacken, was er für seinen Weg und auf seinem Weg brauchte und zurückzulassen, was ihn aufhalten und bremsen würde.
Packen
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