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Herausforderungen annehmen - zum Segen werden
Ein gutes und gesegnetes Neues Jahr wünsche ich Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer. Und ich grüsse Sie mit dem Bibelwort, das die Herrnhuter Brüdergemeine ausgesucht hat
als Motto für dieses Jahr, als Jahreslosung: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich! Es gibt vielleicht manches, was in diesem Jahr auf Sie zukommt, was Sie nervös macht. Etwas, was man von Ihnen erwartet. Was man Ihnen zutraut. Wo man auf Sie zählt. Wo Sie aber sagen: Wie soll ich das denn schaffen? Kann ich das überhaupt? Ist das nicht eine Nummer zu groß für mich? Da ist es gut, dieses Wort im Hinterkopf zu haben: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Zu Abraham, mit dem wir ja jetzt morgens ein Stück Weg zusammen gegangen sind ins neue Jahr hinein, zu Abraham sagt Gott:
Sprecher: Du sollst ein Segen sein. In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.
Was für eine Wahnsinns-Erwartung da in Abraham gesetzt wird. Er soll zum Segen werden für unzählige Menschen. Aber er nimmt die Herausforderung an, er macht sich auf den Weg.
Du sollst ein Segen sein. Vielleicht sollen Sie ja auch für jemanden zum Segen werden in diesem Jahr. Vielleicht sind sie jetzt dran, sich um ein Elternteil zu kümmern, weil der andere verstorben ist. Alles ist so neu mit der Pflege. Und mit Fahrerei verbunden. Und selbst steht man ja auch noch im Beruf. Wie sich das wohl vereinbaren lässt? Du sollst ein Segen sein.
Oder: Sie versorgen demnächst die Enkel mit. Sie kommen nach der Schule zu Ihnen zum Essen, oder Sie fahren sie zum Sport und zur Musikschule. Ob die Kraft dafür noch reicht? Und die Nerven? Ob man da überhaupt noch mitkommt, mit dem Tempo dieser Energiebündel? Du sollst ein Segen sein.
Oder sie übernehmen ein neues Ehrenamt, besuchen Senioren im Heim oder zuhause oder Sie übernehmen die Leitung einer Gruppe. Und Sie fragen sich: Ob ich mich da durchsetzen kann? Ob ich angenommen und anerkannt werde? Treffe ich den richtigen Ton, finde ich die richtigen Themen? Du sollst ein Segen sein.
Besonders heikel kann es sein, wenn man jemanden beerbt in einem Amt, einer Funktion, der seine Sache sehr gut gemacht hat, der Maßstäbe gesetzt hat. Die Frage ist dann: Kann ich in diese großen Fußstapfen treten? Bin ich so beliebt in unserem Kreis, wie meine Vorgängerin? Werden sich die Kinder bei mir so wohl fühlen wie daheim bei der Mama? Habe ich die Zeit und die Kraft, mich so um meinen Vater kümmern zu können, wie es die Mutter immer gemacht hat? Fragen, gepaart mit Selbstzweifeln, die manchen daran hindern, eine Sache überhaupt in Angriff zu nehmen. Überhaupt erst mal loszulegen. Da ist es gut, sich klarzumachen: Wenn das mein Weg ist, dann wird Gott bei mir sein. Und mit seiner Kraft wird mir manches möglich sein, was ich mir heute noch nicht vorstellen kann.
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Das macht Mut, loszuziehen in dieses beginnende Jahr, die Herausforderungen anzunehmen, die es bereithält, und zum Segen zu werden.
In einem neueren Kirchenlied heißt es: Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit. Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.
Herausforderungen annehmen - zum Segen werden
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