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Gutes Licht
Es gibt Menschen, die können andere in gutes Licht stellen. Die können so von anderen reden, dass die merken: da kennt mich einer wirklich.
Die können in anderen Gaben entdecken, die ihnen selbst vielleicht noch verborgen sind. Johannes der Täufer ist so einer. Ein Zeitgenosse Jesu. Einer, der damals großen Einfluss hatte. Vor allem unter denen, die Gott suchten. Er galt als ein Weiser und von Gott besonders Begabter. War Sohn des Priesters Zacharias. Um seine Geburt ranken sich ähnlich wundervolle Geschichten wie um Jesu Geburt: Seine Mutter Elisabeth - sie soll übrigens eine Verwandte der Maria, der Mutter Jesu gewesen sein - hatte jahrelang auf Nachwuchs gewartet, aber immer vergeblich. Als sie schon längst alle Hoffnung auf eine Schwangerschaft begraben hatte, da wurde sie doch noch schwanger. Als der Vater Zacharias im Tempel von einem Engel von der Schwangerschaft seiner Frau erfährt, verschlägt es ihm die Sprache. Er wird erst nach der Geburt seines Sohnes wieder sprechen können. Dieser Sohn, Johannes, versucht sein Leben nach dem Willen Gottes auszurichten. Er wird eine Art Wanderprediger und versucht, Menschen aufzurütteln. Er findet dabei deutliche Worte. Sagt ihnen sehr klar und unmissverständlich, was sie tun sollen:
Sprecher: Kehrt um von euren verkehrten Wegen ,ändert euch: Ändert eure Gedanken, euere Verhaltensweisen Autor: und was sie nicht mehr tun sollen:
Sprecher: Hört auf damit, anderen zu schaden, andere links liegen zu lassen. Hört auf damit immer nur euch selbst zu sehen. Glaubt nicht länger, dass ihr immer zu kurz kommt im Leben. Achtet darauf, dass die, die mit euch unterwegs sind, nicht den Kürzeren ziehen.
Autor: Viele dachten damals: dieser Johannes ist wohl der erwartete Messias, der Retter der Welt. Denn so einer wurde damals sehnsüchtig erwartet. Den wollen sie natürlich kennenlernen. Aus unterschiedlichen Motiven: die einen waren sicher an seinen Gedanken interessiert, andere vielleicht eher am Event, und noch andere wollten einmal den neuen Star am Firmament der vielen Wanderprediger sehen.
Dieser Johannes sagt den Leuten:
Sprecher: Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet. Nach mir kommt einer, der ist viel größer als ich. Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse, der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. (Lk 3,16).
Autor: So spricht er von Jesus. Auf ihn will er alle Aufmerksamkeit lenken. Ihn will er ins rechte Licht rücken, damit andere den Retter der Welt auch erkennen können. Er will ihnen helfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Die anderen Menschen mit neuen Augen zu sehen, mit Augen der Liebe und des Verstehens. Er will ihnen die Augen öffnen, denn genau das hatte Jesus auch mit ihm gemacht. Als Johannes einmal Jesus fragen lässt:
Sprecher: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?
Autor: antwortet Jesus:
Sprecher: Sagt Johannes was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt. (Mt 11,5)
Autor: Die kaputte Welt beginnt an kleinen Stellen heil zu werden. Menschen werden heil. Das, was sich Menschen schon immer gewünscht haben und bis heute wünschen, geschieht. Ihr Leben wird heil, ganz und sinnvoll. Und nichts weiter ist dafür notwendig, als sich auf die Botschaft Jesu einzulassen. Darauf hinzuweisen das war die Lebensaufgabe des Johannes. Eine gesegnete Adventszeit!
Gutes Licht
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