Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

19.11.08, Beate Raguse

Bußtag

Heute ist Buß-und Bettag. Ein Feiertag der evangelischen Kirche mitten in der Woche. Auch wenn es kein „offizieller Feiertag“ mehr ist, ich finde diesen Tag sehr wichtig.

Da geht es einmal um das Beten, das macht mancher sonntags, mancher nie, mancher täglich, egal ob Dienstag, Donnerstag oder eben Mittwoch. Und dann geht es um Buße, und die ist heute aktueller als viele meinen. Das altertümliche Wort Buße ist verwandt mit dem Wort „besser“. „Buße“ heißt, mein Leben anschauen wie es ist. Was ist gut? Lebe ich so wie ich möchte? Was kann ich ändern? Bin ich ehrlich, zu mir und zu anderen? Und auch: wie gefällt mir die Gesellschaft, in der ich lebe?

Manch einer geht  heute Abend in den Gottesdienst oder setzt sich in eine offene Kirche, um über solche Fragen nachzudenken. Buße ist für uns Christen mehr als ein persönliches Optimierungsprogramm. Buße wird durch den Glauben geprägt. Und das bedeutet: Ich kann auch Unangenehmes und scheinbar ausweglose Situationen anzusehen, weil ich die Welt nicht alleine verändern muss.

Gar nicht verkehrt, finde ich, sich mal mitten im Alltag Zeit zu nehmen für die Buße. Dann kann man mit dem verändern gleich anfangen. Mitten in der Woche.

Sprecherin: Christiane Birgden

Audiobeitrag Bußtag


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