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Was Pilger so alles essen
In Indien gibt es so Mönche, die ziehen von Ort zu Ort. Alles, was sie zum Leben brauchen, erbetteln sie sich. Andere Mönche dagegen haben komplizierte Essensvorschriften:
Dies soll man nicht essen, das darf man nicht essen, jenes nur an besonderen Tagen, anderes an anderen. Auch wir kennen solche Essensvorschriften. Überbleibsel sind zum Beispiel die Fastenwochen zwischen Karneval und Ostern, wo man auf Fleisch und Süßigkeiten verzichtet oder das traditionelle Fischessen am Freitag. Die indischen Mönche haben jedoch all diese Vorschriften und Einschränkungen nicht. Sie sind dankbar für alles, was man ihnen gibt.
Das habe ich verstanden, als ich ihn diesem Jahr auf dem Jakobswegs gepilgert bin. Jeden Tag laufe ich um die 25 km. Und das 30 Tage lang. Mein Rucksack inklusive Wasserflasche wiegt 10 kg. Da schleppe ich bestimmt nicht mehr Essen mit als nötig! Also vertraue ich darauf, das schon was des Weges kommt! Eines Morgens bin ich ohne Frühstück losgegangen: Der Ort, wo meine Herberge war, hatte keinen Einkaufsladen. Und nur noch ne olle Banane in meinem Rucksack! Am Abend hatte ich dann regelmässig die Wahl zwischen zwei Gerichten beide hätte ich in Deutschland nicht genommen, in beiden war Paprika. Und ich hasse Paprika! So viel Paprika wie hier habe ich in meinem Leben noch nie gegessen!
Wie schnell habe ich mich daran gewöhnt zu essen, was auf den Tisch kommt! Ja, und sogar dafür dankbar zu sein!
Sprecherin: Christiane Birgden
Was Pilger so alles essen
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