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"Summer of '69"
Musik: Bryan Adams, Summer of 69; von der CD So far so good (Track 1) LC: 0485
In jedem Leben gibt es Zeiten, an die man sich gern zurückerinnert. Zeiten, in den man jung war und das Leben noch vor sich hatte. Wo man gefühlt hat, dass einem alle Möglichkeiten offen stehen und dass man vom zivilisationsfeindlichen Aussteiger bis zum gefeierten Fernsehstar alles werden kann. Im Leben von Bryan Adams gibt es eine solche Zeit auch. Er singt davon in seinem Lied Summer of ´69. Darin beschreibt er, wie er seine erste Gitarre bekam, darauf übte und spielte, was das Zeug hielt, bis er schließlich mit ein paar Schulkumpels eine Band gründete.
Musik: Me and some guys from school had a band and we tried real hard. Jimmy quit, Judy got married should have known, wed never get far.
Erst geht es richtig gut los. Aber dann verläßt Jimmy die Band, Judy heiratet und es wird klar, dass das Ganze keine rechte Zukunft hat. Aber auch wenn die Träume der Band schnell zerplatzen, findet Bryan Adams trotzdem, dass dies die beste Zeit seines Lebens war.
Musik: Those were the best days of my live!
Und wenn er die Wahl hätte, würde er jederzeit wieder diesen Sommer erleben wollen. Ja, das wär schon was! Die beste Zeit seines Lebens einfach immer weiter verlängern. So dass sie nie aufhört. Alle Gefühle konservieren können, ohne dass sie alt werden oder nachlassen. Auch das Prickeln bei der ersten Liebe - das sollte einfach immer weitergehen.
Musik: Standing on your mamas porch you told me, that youd wait forever. Oh, and when you held my hand I knew, that it was now or never. Those were the best days of my live!
Das macht Erinnerungen an gute Zeiten aus. Dass da im Kopf noch mal eine Phase lebendig wird, wo man jung war, vielleicht frisch verliebt, wo auf jeden Fall noch nichts verbaut und alles möglich war. Aber bei aller Begeisterung mischt sich in solche Erinnerungen oft auch ein bisschen Wehmut. Weil die gute Zeit, an die man sich erinnert, schlicht und ergreifend vorüber ist.
Musik:Man, we were killing time, we were young and restless and needed to unwind. I guess nothing can last forever, forever - no!
Die Zukunft von damals ist heute vorbei. Das ist der Beigeschmack bei schönen Erinnerungen. Man merkt, dass eben doch nichts ewig hält, dass die guten Zeiten begrenzt sind. Das, was früher möglich war, geht heute nicht mehr. Schließlich ist man selbst auch älter geworden und kann offenbar doch nicht 18 bleiben, bis man stirbt. Deswegen sind schöne Erinnerungen aber nichts Schlechtes. Der Trick oder vielmehr: die Kunst besteht darin, beides zu tun: Die Erinnerung an alte Zeiten zu bewahren und sich gleichzeitig auf die neue Zeit einzulassen, in der wir jetzt leben. So schön die Vergangenheit vielleicht war - die Gegenwart hat auch ihre guten Seiten. Und mit Sicherheit birgt sie auch Chancen für die Zukunft. Für dieses Zutrauen kann die Erinnerung an gute Zeiten durchaus hilfreich sein. Bei mir wird dieses Zutrauen noch dadurch verstärkt, dass ich glaube, dass die Zeit meines Lebens von Gott kommt. Er hat mir die Zeiten geschenkt, an die ich mich gern erinnere - und übrigens auch die Phasen meines Lebens, die ich lieber übersprungen hätte. Aber gerade die Erinnerung an gute Zeiten macht mich zuversichtlich, dass einiges Gute in meinem Leben noch vor mir liegt. Weil ich Gott zutraue, dass er noch einiges Gute für mich auf Lager hat.
"Summer of '69"
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