Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

13.09.08, Stella Kluge

Kein Atheist im Flieger

„Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten“. Dies ist ein Zitat von Robert Lembke, einem deutschen Journalisten.

Und irgendwie hat er ja Recht, ist man nicht in besonderen Momenten besonders gläubig? Oder dankt man nicht Gott für das Erreichte?

Viele Fußballer zum Beispiel. danken Gott dafür, das sie ein Tor schießen. Eine Menge Schüler beten vor einer Klausur, dass sie eine gute Note schreiben. Und viele bedanken sich später für die Note, die sie bekommen haben.

Wir beten das ein Kind gesund zur Welt kommt und dafür das wir keine schweren Schicksalsschläge ertragen müssen. Beten tun wir in besonders gefährlichen Situationen, wie zum Beispiel bei Turbulenzen im Flugzeug oder bei Autofahrten auf vereisten Straßen. Viele finden nach solchen Situationen wieder zum Glauben und glauben dann viel intensiver als vorher.

Doch man kann seinen Glauben auch gerade in solchen Situationen verlieren, wenn nicht das passiert, was man sich erhofft. Man fängt an sich vom Glauben abzuwenden, doch hilft dieses Verhalten über Schicksalsschläge hinweg? Ich denke nicht. Besser ist es, man sucht selbst nach Antworten und verliert sein Vertrauen in Gott nicht.

Sprecherin: Stella Kluge
 

 

Audiobeitrag Kein Atheist im Flieger


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