Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

25.08.08, Dr. Florian Schmitz-Kahmen

Die Letzten werden die Ersten sein

Olympia.. Die besten Sportler und Sportlerinnen wollten nur eins: Nicht nur dabei sein, sondern ganz vorn dabei sein. Erster sein. Dabei ist doch klar: Die Mehrzahl von ihnen

hat verloren.

Aber Wettkämpfe können auch anders gewonnen werden. Wie vor acht Jahren bei einem Hürdenlauf in Seattle. Neun Athleten, alle mental und physisch auf den Punkt vorbereitet, standen an der Startlinie zum 100m Hürdenlauf. Der Schuss fiel und das Rennen ging los.Aber schon auf den ersten Metern stürzte der erste und verletzte sich an der Hürde.
Die anderen Acht bekamen das mit; sie hörten, wie er weinte.
Sie wurden langsamer und schauten sich um…
Der zweite stoppte und kam zurück. Dann der dritte und der vierte.
Jeder der  acht Athleten…
Sie halfen dem Verletzten auf…
und dann liefen alle neun Athleten Schulter an Schulter zusammen an die Ziellinie.

Und der Applaus schien nicht mehr enden zu wollen. Und die Athleten strahlten. Sie waren alle geistig öder körperlich behindert. Was aber ihrem sportlichen Ehrgeiz keinesfalls gemindert hat. Aber sie um so mehr aufmerksam gemacht hat für die Handicaps im Leben.
Weil wir tief in uns drin alle wissen, dass das Wichtigste im Leben nicht darin besteht, für sich selber zu gewinnen.

Das wichtigste im Leben ist, anderen zu helfen, um gemeinsam zu gewinnen. Selbst dann, wenn dies bedeutet, langsamer zu werden und das eigene Rennen zu unterbrechen.

Die Bibel bringt das so auf den Punkt: Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Sprecherin: Christiane Birgden


 

Audiobeitrag Die Letzten werden die Ersten sein


Druckversion

Suche

Sendungen der Woche

Sendungen am Sonntag

Sendungen im Fernsehen