Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

27.08.08, Dr. Florian Schmitz-Kahmen

Ein volles Herz kennt kein „zu spät“

„Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über“, heißt es in der Bibel.Und deshalb wird gemeckert, gejammert und geschimpft, was das Zeug hält. Sind wir wirklich so

schlecht dran?
Warum höre ich so viele Menschen klagen... über die Schule, den Job, die Partnerschaft, das Geld, die Nachbarn…?
Wo kommen so viel Unzufriedenheit, Ärger und Wut her?
Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht.
Aber wenn ich jetzt so rede, dann jammere ich ja schon selber. Gejammer über das Jammern sozusagen.
Also stopp und nochmal von vorn.
„Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über.“
Da gibt’s ja noch die helle Seite in meinem Herzen. Das Glück, das ich fühle. Die Liebe, die mich wärmt. Die Freude über dies und das.
„Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über.“
Als ob mein Herz immer nur voll mit Ärger und Kritik wäre.
Deswegen muss es wohl an meinem Mund liegen. Dass der sich schwer tut, nette Dinge auszusprechen.
Aber das kann ich ja mal üben.
Eine Liebeserklärung, ein Lob, eine Aufmunterung, ein anerkennendes Schulterklopfen. Möglichkeiten gibt es so viele, Anderen etwas Schönes zu sagen. Ein volles Herz kennt da jedenfalls kein „zu spät“.

Sprecherin: Christiane Birgden


 

Audiobeitrag Ein volles Herz kennt kein „zu spät“


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