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Jakobs unerwartete Begegnung
Guten Morgen, liebe Zuhörer, liebe Zuhörerinnen! Manchmal kriegen wir Dinge zu sehen, von denen wir es nie gedacht hätten, dass uns das passiert.
Überrascht und überwältigt stehen wir da und trauen unseren Augen nicht: Gott lässt uns seine Verheißung sehen. Und die steht über unserem Leben und lässt uns alles in einem anderen Licht erkennen: Das bisher Erlebte und das, was wir erleben werden.
Die Bibel erzählt die Geschichte von Jakob. Zunächst beginnt es ziemlich ernüchternd: Jakob betrügt seinen Bruder und täuscht seinen sterbenden Vater. Er will den Familiensegen, der eigentlich seinem Bruder Esau zusteht. Als Träger des Segens kann Jakob zum Familienvorstand aufsteigen und seine Karriereziele verfolgen. Aber die ehrgeizigen Pläne scheitern: Der betrogene Esau ist so wütend, dass er seinen Bruder töten will. Seine Familie kann ihn nicht mehr schützen. Er muss sofort die Familie verlassen, wenn er sein Leben retten will. Auf der überstürzten Flucht sucht er sich kein Quartier zum Übernachten. Er kann kein schützendes Zelt aufgeschlagen, weil er nur das Nötigste mitnehmen konnte. Die Nacht kommt. Und der Träger des Familiensegens legt sich in den Staub hinter einen Stein und schläft wie ein Tippelbruder am Straßenrand.
Dann erlebt er die Überraschung seines Lebens: Im Traum erkennt Jakob Gottes Gegenwart. Himmel und Erde berühren sich durch eine Leiter, auf der Engel auf und absteigen. Am Fuße dieser Leiter sieht er Gott. Unerwartet zeigt Gott seine Nähe.
Der Traum von Gottes Nähe in seinem Leben verhilft Jakob zu einer neuen Sichtweise: Gott lässt ihn erkennen: Dein Leben wird anders, als du jetzt denkst. Geh mit offenen Augen durch dein Leben. Lass die Bilder zu, die dir helfen werden, dein Leben zu ändern. Dein Leben bleibt von Kämpfen mit dir selbst und anderen geprägt, es läuft nicht immer gut und es wird auch nicht immer alles gut. Aber meine Zusage gilt: Du bist nicht allein unterwegs. Jakob wird das nicht vergessen.
Die innere Kraft dieses Traums hat Jakob bewahrt. Die ungeahnte Nähe Gottes schenkt Jakob festen Mut für den Weg in seine ungewisse Zukunft: Für die arbeitsreichen Jahre unter der Knute seinen Schwiegervaters. Und für die schmerzhaften Trauerjahre: Als seine Söhne ihn belügen und ihm den Tod seines liebsten Sohnes vortäuschen, weil sie sich zurück gesetzt fühlen wie einst Esau.
Jakob hält sich an seinem Traum fest. Er lebt seinen Traum mit beiden Beinen auf der Erde: Gott hat mich sehen lassen, dass mein Leben unter der Verheißung steht, er sieht mich. Egal ob ich der Familienchef bin oder im Straßenstaub liege: Gott ist bei mir und hilft mir - Sein Segen begleitet mich.
Jakobs unerwartete Begegnung
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