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"Zukunftsperspektiven"
Wie soll es weitergehen mit uns? Und was ist zu tun? Bei vielen Menschen macht sich eine dunkle Stimmung breit. Der Klimawandel, Erdbeben, Wasserknappheit
auf der einen Seite, Überflutungen andererseits. Das sind die Themen, die der Stoff für düstere Visionen sind. In immer mehr Filmen und Büchern kommen sie auf den Markt. Apokalyptische Endzeitszenarien haben Hochkonjunktur. Das macht Angst. Aber Angst hilft nicht. Was hilft, ist ein klarer Blick für die Gefahren und zugleich vernünftige Lösungen, die uns weiterbringen.
Wahrsageautomaten auf Jahrmärkten, das wöchentliche Horoskop in Magazinen. Hellseher und Kartenlegerinnen im Fernsehen, sind da nicht hilfreich. Außerdem kostet diese Art Rat oft viel Geld. Das kann man genauso gut aus dem Fenster schmeißen. Schon zur Zeit der Bibel gab es beängstigende Szenarien. Da wird zum Beispiel folgendes erzählt: Im alten Ägypten wird ein Pharao geplagt von dunklen Zukunftsvisionen. Nächtelang bekommt er keine Ruhe. Was nötig wäre, ist jemand, der ihn nicht mit den dunklen Visionen allein lässt, sondern hilft, sie zu verstehen.
So befragt der Pharao die Spezialisten seiner Zeit: Wahrsager, Hellseher und Orakelpriester. Doch keiner von ihnen bietet dem Herrscher Ägyptens eine befriedigende Antwort. Weiterhin plagen ihn in unruhigen Nächten düstere Bilder. Bis man im Gefängnis einen jungen Mann aus Israel findet. Dieser Mann versteht, was der Pharao nicht versteht. Er erklärt die nächtlichen Bilder. Die beängstigenden Visionen verlieren ihre lähmende und beängstigende Kraft. Und nicht nur das: mit Hilfe Josefs, so heißt der junge Mann aus dem Gefängnis, erkennt der Pharao, dass seine nächtlichen Visionen Botschaften sind. Sie künden von Unheil und Hungersnöten. Gefahr erkennt Gefahr gebannt. Wiederum mit Josefs Hilfe werden Gegenstrategien entwickelt und Lösungen gefunden. Die Hungerkatastrophe wird verhindert. Und Josef wird zum zweiten Mann hinter dem Pharao.
Diese Fähigkeit, Botschaften wahrzunehmen, zu entschlüsseln und konkrete Lösungen zu entwickeln, so will uns die biblische Geschichte sagen, ist ein Geschenk Gottes. Im Vertrauen auf Gott entstand der Mut, die Gefahren ins Auge zu fassen. Und zugleich die Kraft und die Entschlossenheit, die nötigen Schritte zu gehen.
Das könnte auch uns heute helfen: Sich nicht lähmen zu lassen von den beunruhigenden Szenarien unserer Zeit. Die oft bis in nächtliche Stunden übers Radio, Fernsehen und Internet in unsere Wohnungen eindringen. Sondern im Vertrauen auf Gott konkrete Schritte zu wagen. Der Gefahr ins Auge zu sehen. Anstatt sich zu verkriechen nach dem Motto da kann ich doch nichts tun. Vielmehr sollten wir uns Verbündete und Gleichgesinnte suchen mit denen wir uns auf den Weg machen. Und wir sollten den Geschäftemachern mit der Angst und den Orakelpriestern unserer Zeit keinen Fußbreit Boden gönnen.
"Zukunftsperspektiven"
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