Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

21.06.08, Claudio Gnypek

Die Lösung

Ich bin keine „Rampensau“. Ich muss nicht immer ganz vorne sein und den Max machen. Leuten wie Oliver Pocher macht es richtig Spass im Rampenlicht zu stehen und den Kasper

zu spielen. Wenn ich vor anderen reden oder etwas erklären muss, ist mir das eher unangenehm. Ich habe immer die Angst, ich könnte etwas falsch machen oder mich blamieren. Wenn ich früher in der Schule vor der ganzen Klasse eine Aufgabe an der Tafel lösen sollte, war das für mich die Hölle.

In der Bibel steht interessanterweise auch eine Geschichte von jemandem, der keine „Rampensau“ ist und trotzdem eine große Aufgabe bekommt.

Da gibt Gott Mose einen Auftrag. Er soll ein ganzes Volk aus der Gefangenschaft in die Freiheit zu führen. Gott spricht mit Mose. Und was sagt Mose? „ Ich will nicht vorne stehen. Zum Volk sprechen, das kann ich nicht, ich habe Angst.“ 

Gott hat dafür eine Lösung. Mose bekommt jemanden an die Seite gestellt, seinen Bruder Aaron. Der ist rhetorisch fit und kann gut reden. Zusammen haben die beiden Geschichte geschrieben.

Wenn ich eine große Aufgabe habe, dann suche ich mir jemanden, der mir hilft. Jemanden, der das draufhat, was mir gerade fehlt. Mir tut es gut, zu wissen, ich bin in solchen Situationen nicht allein. Wenn jemand dabei ist, der mir hilft, weiß ich, dass ich es schaffen kann.

Sprecher: Michael Birgden


 

Audiobeitrag Die Lösung


Druckversion

Suche

Sendungen der Woche

Sendungen am Sonntag

Sendungen im Fernsehen