Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

08.04.08, Stephan Kiepe-Fahrenholz

Brust-OP

Kelly Rowland hat seit einiger Zeit etwas mehr in der Bluse und hat das jetzt auch zugegeben. Fotos im Bikini am Strand von Miami offenbarten, so wird gemeldet,

einen deutlichen Unterschied von Körbchengröße A zu B. Nun ist das Ex-Destiny’s-Child bestimmt die Erste nicht, die sich einem solchen Eingriff unterzogen hat, und dass nach rund einer Generation Frauenemanzipation die Mädels selbst weibliche Schönheit wieder über die Größe der Brüste definieren, mag man bedauern oder, je nach Standpunkt, egal finden.

Nicht egal ist mir allerdings die Begründung, mit der Kelly Rowland öffentlich hausieren geht. Jetzt fühle sie sich „vollendet“. Vorher war man also offensichtlich unvollendet, und es ist gewiss lästig, dass man nicht etwa bei körperlichen Gebrechen oder Behinderungen, nein, bei der Oberweite dem lieben Gott nachträglich auf die Sprünge helfen muss.

In der Bibel heißt es: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst – du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott.“ An Gott, den Schöpfer, zu glauben, bedeutet: Jeder Mensch ist von vornherein schon vollendet , weil er unverwechselbar, einmalig und deshalb unabhängig von allen Äußerlichkeiten wertvoll ist.

Wie heißt es in einem der größten Destiny’s-Childs-Hits? „Ladies, it ain't easy bein' independent“ – es ist nicht leicht, unabhängig zu sein? Falsch. Man muss es nur wollen.

Sprecher:  Michael Birgden

 

Audiobeitrag Brust-OP


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