Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

13.03.08, Thomas Förster

Ich mag dich

„Sara, ich liebe dich!“ Immer wenn ich über die Autobahn nach Hause fahre, lese ich an einer Autobahnbrücke diesen Satz. Manchmal denke ich mir, wie schön wäre es,

wenn da jetzt mein Name stünde. Manchmal frage ich mich, warum ich eigentlich noch nie den Namen meines Freundes unter eine Autobahnbrücke gekritzelt habe. Oder er meinen.

So eine Liebeserklärung zu bekommen, tut gut. Trotzdem fällt es ja vielen schwer, wenigstens mal zu sagen: Ich mag dich! Mir selber auch. Dabei muss es ja nicht mal direkt eine Liebeserklärung sein. Aber vielleicht mal ein „Ich mag dich“ zu einem alten Freund. Oder ein „Ich arbeite gerne mit dir zusammen“ zu einer Kollegin.

In der Bibel heißt es: Wessen Herz übervoll ist, dem läuft der Mund über. Meine Erfahrung sagt: Das gilt vor allem für den Ärger. Da bin ich schnell mit Vorwürfen dabei. Aber meine Sympathie für jemand anderen, von der rede ich nicht so oft. Dabei wäre es doch schön, wenn die Menschen, die ich mag, das auch wüssten, oder? Und vielleicht würde ich dann auch selber öfter hören: Du, ich mag dich.

Sprecherin: Christiane Birgden

 

Audiobeitrag Ich mag dich


Druckversion

Suche

Sendungen der Woche

Sendungen am Sonntag

Sendungen im Fernsehen