Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

16.01.08, Jost Klausmeier-Saß

Zukunftshoffnung

Musik: Zager & Evans, in the year 2525, WDR-Archiv-Nr. 5009367. Musik: In the year 2525 – if man is still alive…

Autor: Viele Menschen nutzen eine Jahreswende zu einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Und etliche auch für einen Ausblick in die Zukunft: Was wird das neue Jahr bringen? Was erwartet uns in Zukunft überhaupt? Der song „In the year 2525“ von Zager & Evans aus dem Jahr 1969 ist eine Zukunftsprognose als Popsong. Eine reichlich düstere Prognose - ein Schreckensszenario, was der Mensch mit sich und seinem Leben in Zukunft anstellen wird:
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Musik: In the year 4545 – You ain't gonna need your teeth, won't need your eyes. You won't find a thing to chew. Nobody's gonna look at you.

Autor: Im Jahr 4545 braucht keiner mehr Zähne, braucht niemand mehr Augen. Du findest ja nichts zu kauen. Niemand schaut dich an.

Musik: In the year 5555 - Your arms hangin' limp at your sides Your legs got nothin' to do. Some machine's doin' that for you

Autor: Im Jahr 5555 hängen deine Arme schlaff an dir herunter. Deine Beine haben nichts zu tun, denn verschiedene Maschinen erledigen das für dich.

Musik: In the year 6565 - You won't need no husband, won't need no wife. You'll pick your son, pick your daughter too. From the bottom of a long glass tube.

Autor: Im Jahr 6565 braucht keiner mehr einen Mann oder eine Frau.Du erschaffst dir deinen Sohn und deine Tochter im Reagenzglas.
Manche Themen von 1969 sind leider immer noch aktuell. Stichwort: Risiken des technischen Fortschritts. Stichwort: Vereinsamung der Menschen. Stichwort: „Klimakatastrophe“ – das Wort des Jahres 2007. Und immer noch weiß natürlich niemand genau, wie sich alles entwickeln wird. Nicht wenige Zeitgenossen fallen schon beim Stichwort „Zukunft“ schnell in Resignation.Ich habe allerdings Zweifel, ob sich unsere Welt so verdüstern wird, wie Zager & Evans vor 40 Jahren prognostizierten.

Die Zukunft ist doch kein vorherbestimmtes und unabwendbares Schicksal, in das man sich einfach nur fügen müsste. Leben, Welt und Zukunft können und müssen gestaltet werden. Verantwortlich. Und hoffnungsvoll. In kleinen Schritten. Wir sollen das Licht der Welt sein, sagt Jesus. Gerade da, wo die Zukunft düster aussieht.

Und das Salz der Erde. Nicht die Zuschauer ihres Untergangs.Und nebenbei: Auch wenn wir schon manches Mal resigniert gesagt haben, - „das bringt doch alles nichts!“ –  oder schon einige Rückschläge hinnehmen mussten. Das Angebot, „Salz der Erde“ zu sein, gilt bei Gott gerade auch den Resignierten, die schon einmal - oder mehrmals - mit ihren Versuchen gescheitert sind.

Bis zum Jahr 2525 ist es noch lange hin und wir haben viel Zeit die Welt zum Positiven zu verändern.Lassen wir uns nicht entmutigen: Jeder Tag ist eine Chance für einen Neuanfang. Heute zum Beispiel.

Musik: But through eternal night the twinkling of starlight. So very far away maybe it's only yesterday

Audiobeitrag Zukunftshoffnung


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