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Gottes Ja
Wünsche haben und sie werden erfüllt; Träume haben und sie werden Wirklichkeit; sich Hoffnungen machen und sie werden wahr; Sehnsucht haben und sie wird eingelöst.
Wer solche Erfahrungen einmal gemacht hat, besitzt einen wichtigen Schatz. Es mag ein schönes Spielzeug sein (und manche alt gewordene Menschen haben noch die Puppe aus Kinderzeiten!) Es kann ein lang ersehnter Besuch, eine erhoffte Begegnung sein - und das ausgerechnet zur Weihnachtszeit, wo ohnehin die ganze Welt von Wünschen und Hoffnungen schwirrt, wo die Sehnsucht lockt und manchmal sogar schmerzt.
Ach, es tut unendlich gut, Erfüllungen zu erleben. Daran wächst eine Kinderseele, da wurzelt das Lebensvertrauen im Herzen und damit findet auch ein erwachsener Mensch seinen Platz im Leben. Wenn Sie solche Erfahrungen haben, dann halten Sie sie unbedingt fest. Holen Sie sie ab und zu hervor, betrachten und polieren Sie sie und machen Sie sich daran stark! Nach Möglichkeit singen Sie darüber! Im Herzen, mit dem Mund, alleine, zusammen mit anderen! Machen Sie es sich unvergesslich! Warum das so wichtig ist? Weil es auch das Andere gibt. Und nur wenige bleiben davon verschont:
- Leidenschaftliche Wünsche, unschuldige Wünsche, Wünsche voller Vertrauen und dann: Nichts; Erfüllung versagt.... - Träume haben, sie hegen und pflegen und fast schon mit den Fingern danach greifen und dann tritt jemand darauf, plump und zerstörend. Aus der Traum! Traurigkeit... - Hoffnung, tief und stark, groß gemacht durch Versprechen und Zusagen und dann: Nichts, Enttäuschung... - Eine Sehnsucht nähren, verborgen im Herzen oder in Liebe geteilt und das ganze Leben wird mitgesogen in diese Sehnsucht und dann der Absturz, Leere, Sterben im Herzen...
Ach, das kann sich so tief eingraben ins Gedächtnis, ins Herz. Das zieht Spuren nach sich in der Seele, kann die Seele verstören. Es bleiben zumindest Narben, die immer mal wieder schmerzen oder gar aufbrechen. Menschen werden darüber bitter, schotten sich ab; machen zu und versagen sich Wünsche und Hoffnungen. Sie lassen sich auch nicht mehr auf Versprechen ein. Geben sich als Jugendliche ganz cool und tun später abgebrüht. Sind nur noch skeptisch oder unzugänglich. So müssen sie verdecken, wie verflixt weh es im Herzen tut, nicht mehr vertrauen zu können, sich die Träume und Sehnsüchte verkneifen zu müssen.
Manchmal geht solche Enttäuschung so tief und wird sie so zu Herzen genommen, dass das ganze weitere Leben davon bestimmt wird. Misstrauen und Argwohn regieren, Zynismus macht das Leben klein; jede aufkeimende Hoffnung wird gnadenlos zertreten.
Gibt es ein Gegenmittel? Hilfe gegen die mies gemachte Hoffnung? Gegen abgestürzte Träume? Ja, das gibt es. Ein einfaches und handfestes. Und das ist das JA. Das frühe JA der Eltern zu ihren Kindern. Das ist gut, unerhört gut. Das JA der Freunde oder Freundinnen? Das ist kostbar.Die Bibel kennt ein ganz starkes JA, das stärkste überhaupt. Es ist das Weihnachts- JA Gottes, Gottes großes JA. Auf alle Versprechen Gottes ist in Jesus Christus das JA, sagt sie. Dass Jesus Christus kommt, als Kind geboren für uns Menschen, für diese Welt, das ist Gottes JA zu uns. Gott setzt nun alles daran, dass seine Versprechen erfüllt werden. Advent feiern heißt, dazu unser Amen sagen.
Gottes Ja
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