Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

Geistliche Sendung zum Buß- und Bettag am 21.11.2007

19.05-19.30 Uhr, Pfarrerin Claudia Kiehn (Geistliche Sendung zum Buß- und Bettag am 21.11.2007)

1. Musik: 500 Miles High von Chick Corea gespielt vom Jazzensemble des LPO (CD: Aus der Seele gesprochen – ein Hörbuch aus der Polizeiseelsorge)

Autorin: Heute ist Buß- und Bettag. Haben Sie irgendetwas davon bemerkt? Vor ein paar Jahren war es noch ein richtiger Feiertag, bevor er der Finanzierung der Pflegeversicherung geopfert wurde. Aber auch als Feiertag war er nie so recht im Bewusstsein. Gut, es war frei, das war schon etwas –aber warum und wieso, dass wussten auch damals schon nicht mehr sehr viele. Und Buße das klingt sowieso nicht gut. Wenn allerdings in der Bibel von Buße die Rede ist, meint sie etwas sehr positives – Umkehr nämlich; die Fähigkeit eines Menschen eine falsche Richtung in seinem Leben zu korrigieren, einen Lebensmissstand zu verändern; kurzum: sich etwas Gutes zu tun: in einem Lexikon habe ich folgendes gefunden:

Sprecher: Als Umkehr wird eine vollständige Änderung der bisherigen Richtung bezeichnet. Sie kann sich auf Bewegungen beziehen, aber auch auf andere Vorgänge wie z.B. Entwicklungen im persönlichen und familiären Bereich, in Religion oder Beruf. (…) Beim Wandern und Bergsteigen zeugt der rechtzeitige Entschluss zum Umkehren bei Änderungen des Wetters von Weitblick und Verantwortung. Auch bei anderen Gefahren, bei unabsehbarem Ausgang von Versuchen usw. ist oft Umkehr nötig, fällt aber meistens schwer. Im Bereich (…) der Glaubensverkündigung (…) bezeichnet die Umkehr die klare Hinwendung zu einem christlichen Leben.

2. Musik: Letter from home von P. Metheny gespielt vom Jazzensemble des LPO (CD: Aus der Seele gesprochen – ein Hörbuch aus der Polizeiseelsorge)

Autorin: Der Buß- und Bettag lädt also zur Umkehr ein. Ich nehme mir Zeit, mal mein Leben zu überprüfen: Bin ich zufrieden, mit dem wie es ist? Oder läuft was schief und wenn ja, was ist es? Möchte ich etwas ändern oder habe ich mich in dem Leid oder einem Streit ganz gut eingerichtet? Und:Was hindert mich daran, etwas zu ändern: die Verhältnisse? Meine Trägheit, meine lieben Mitmenschen? Die Vergangenheit? Das sind alles starke Kräfte, die meinen Elan bremsen können und meinen Mut zur Veränderung. Hilfe wäre dagut. Wie wäre es mit Gottes Hilfe? Denn bei Gott werden wir nicht auf Vergangenes festgelegt. Bei ihm ist nichts starr und nichts unumstößlich. Bei ihm gibt es kein:

Sprecherin: Das war schon immer so. Da kann man halt nichts machen.
Sprecher: Wer a sagt, muss auch b sagen. Augen zu und durch.
Sprecherin: Das hat es ja noch nie gegeben. Immer schön auf Spur bleiben.
Sprecher: Das haben wir schon immer so gemacht. Es ist, wie es ist!

3. Musik: El tiempo de luna von Stefan Wiesbrock (CD: In Ewigkeit)

Autorin: Wie geht das – sich nicht von solchen Sätzen beeindrucken zu lassen? Wie geht das, tatsächlich alles zurückzulassen, umzukehren und Neues zu beginnen. Wer umkehren will, der muss innehalten, stehen bleiben und zurückschauen auf das, was gewesen ist – auch auf die eigenen Versäumnisse und Fehler. Das hört sich nun doch wieder schwer an. So wie man es vielleicht von einem Buß- und Bettag erwarten mag. Das hört sich doch wieder ganz nach kirchlicher Moral an und nach einem Gott, der uns mit seiner Fehlersuche niederdrückt. Ein Gedicht von Kurt Marti, einem Schweizer Pfarrer und Dichter, belehrt uns eines Besseren:

Sprecherin:  Wenn die Bücher aufgetan werden
wenn sich herausstellen wird
Dass sie niemals geführt worden sind
weder Gedankenprotokoll noch Sündenregister
weder Mikrofilm noch Computerkarteien
wenn die Bücher aufgetan werden
und siehe ! auf Seite eins:
habt ihr mich für einen Eckenspäher und Schnüffler gehalten?
und siehe ! auf Seite zwei:
der große Aufpasser und Unbruder
eure Erfindung
und siehe ! auf Seite drei:
nicht eure Sünden waren zu große
eure Lebendigkeit war zu klein
wenn die Bücher aufgetan werden.

4. Musik: Champagner von Hans-Jürgen Hufeisen (CD: Zauber der Flöte)

Autorin: Gott ist also kein Eckenspäher, kein Fehlersammler. Das ist wichtig: Meine Fehler – die großen und die kleinen – werden mir nicht immer wieder aufs Butterbrot geschmiert, werden mir nicht bis zum St. Nimmerleinstag vorgehalten. Ich werde nicht dafür bestraft, beschämt oder gar gedemütigt. Ich kann richtig und auch ohne Angst genau hinsehen, wer ich bin und auch darauf, was ich falsch mache.

Nun gibt es solche und solche Fehler. Es gibt die harmlosen Fehler, die für manche von uns schon schwer einzugestehen sind. Die harmlosen Fehler, die geradezu notwendig sind, wenn man Neues erlernen will: Denn derjenige, der sich eine neue Sprache aneignen möchte, wird sie umso schneller lernen, je mehr er sie spricht, auch wenn sie noch mit grammatikalischen oder Aussprachefehlern behaftet ist. Derjenige, der jeden Fehler vermeiden will, wird es eher schwer haben. Und diejenige, die ein Instrument spielen will, wird nicht ohne fehlerhafte Töne zu einem klangvollen Musikstück kommen. Es gibt Fehler, die gehören dazu. Auch wenn falsche Töne oder falsche Aussprache für die Ohren manchmal schmerzhaft sein können –verletzen aber tun sie niemanden.

Aber es gibt auch andere Fehler. Große Fehler mit einem solchen Gewicht, dass die Bibel sie Sünde nennt. Weil sie sich gegen das Leben richten – gegen das eigene Leben, weil sich jemand mit seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen selbst nicht achtet oder gegen das Leben von anderen, weil deren Grenzen oder deren Würde nicht geachtet werden. Aber auch hier gilt, dass Gott kein Eckenspäher und kein Fehlersucher ist, sondern hilft, davon abzulassen und umzukehren.

5. Musik: Wolkenbrecher von Stefan Wiesbrock (CD: In Ewigkeit)

Die Bibel ist voll von Umkehrern, Richtungswechslern, Kehrtmachern. Sie haben den liebevollen Blick Gottes auf sich gespürt, sie konnten ihr Leben im wahrhaftigen Licht betrachten und die Lebensrichtung wechseln. Sie alle sind damit echte Buß- und Bettagsmenschen: Der König David, der ein Ehebrecher und ein heimtückischer Mörder war, der Prophet Jona, der vor Gott davon läuft, der Zöllner Zachäus, der überraschend Jesus begegnet, die Ehebrecherin, die fast gesteinigt wird, der namenlose verlorene Sohn, der sich in der Gosse wiederfindet, der Christenverfolger Paulus und viele andere mehr. Hier ist die Geschichte vom Umkehrer David:

Sprecherin: Der König David entdeckt eine junge Frau. Sie zieht sich gerade aus, um ein Bad zu nehmen. David schaut ihr zu. Er ist von ihrer Schönheit überwältigt. Aber die Freude an ihrer Schönheit reicht ihm nicht. Er will mehr. Er will alles. Er erkundigt sich nach dieser Frau, die seine Begierde geweckt hat. Batseba heißt sie. Ihr Mann Uria ist einer seiner Offiziere im Krieg. David lässt Bathseba zu sich bringen und schläft mit ihr. Einige Zeit später teilt sie ihm mit, dass sie schwanger ist. Davids Ehre ist in Gefahr. Natürlich kann er mehrere Frauen haben, er hat ja einen ganzen Harem. Das ist durchaus normal. Aber sich sozusagen an der Frau seines Offiziers zu vergreifen, der treu im Krieg für ihn kämpft, das bricht ein Tabu. David lässt Uria nach Hause holen. Heimaturlaub zwecks Vertuschung. Aber die Rechnung geht nicht auf. Uria geht nicht nach Hause, schläft nicht bei seiner Frau, sondern bei den Wachen. David muss eine neue List ersinnen und Uria in die vorderste Front stellen, wo er todsicher von den Feinden niedergemetzelt werden muss. Ein Himmelfahrtskommando. Diesmal geht die Rechnung auf. Uria stirbt. Nach der Trauerzeit nimmt David die Witwe Bathseba in seinen Palast, sprich Harem, auf. Sie wird seine Nummer eins.

6. Musik: Elm von R. Beirach gespielt vom Jazzensemble des LPO NRW (CD: Aus der Seele gesprochen – ein Hörbuch aus der Polizeiseelsorge)

Autorin: König David ist also ein Ehebrecher und gerissener Mörder. Das passt nicht zu einem frommen Mann und erst recht nicht zu einem Auserwählten Gottes. Er selbst ist blind für das, was er getan hat. Wie wir ja manchmal auch! Aber Gott hilft ihm auf die Sprünge. Er schickt ihm seinen Propheten Nathan, und der erzählt ihm folgende Geschichte:

Sprecher: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; aber der Arme hatte nur ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte. Und er kümmerte sich um das Schaf als wäre es eines seiner eigenen Kinder. Es aß von seinem Essen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt's wie eine Tochter. Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er es nicht über sich, eines von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas anzubieten, der zu ihm gekommen war. Stattdessen nahm er das Schaf des armen Mannes und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war.

Autorin: David unterbricht Nathan, regt sich über so viel Unrecht entsetzlich auf und spricht sein Urteil:

Sprecher: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat!

Autorin: Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! Das trifft: Du bist der Mann. Manchmal können wir die eigene Schuld nur in der fremden Schuld erkennen. Manchmal sehen wir es selber nicht oder wollen nicht sehen, wenn wir Unrechtes tun. Dann fällen wir auch schon mal unser Urteil über andere, zeigen mit dem Finger auf sie und bemerken nicht, dass drei Finger auf uns zurückzeigen. Du bist der Mann! Dieser Satz führt David zur Umkehr. Er erkennt seine Schuld und spricht sie aus:

Sprecher: Ich habe gesündigt gegen Gott!

Autorin: Nathan antwortet ihm in Gottes Namen: „So hat auch Gott deine Sünde weggenommen.“ Wo die eigene Schuld erkannt und aufgedeckt ist, da ist diese Vergebungszusage Gottes kein billiges "Kopf hoch! Es ist doch alles nicht so schlimm!", sondern das Wort wirklicher Befreiung. Das, was geschehen ist, wird damit nicht ungeschehen gemacht. Das Leid, das aus dem Handeln entstanden ist, wird dadurch nicht behoben. Aber David wird eine neue Zeit geschenkt. Eine Zeit nach der Umkehr, in der er nicht mehr nur Getriebener seiner Herrsch- und Machtsucht , seines Gewissens sein muss, sondern neue Zeit, die er mit offenen Sinnen und mit offenem Herzen gestalten kann.

7. Musik: El tiempo de luna von Stefan Wiesbrock (CD: In Ewigkeit)

Autorin: Die Geschichte eines namenslosen Umkehrers: Die Geschichte vom verlorenen Sohn, einem anderen Umkehrer - sie ist schnell erzählt:

Sprecher: Da ist der jüngere Sohn einer Familie, der sich vom Vater sein Erbteil vorzeitig auszahlen lässt und in die Welt zieht. Dort verprasst er alles, was er hat, wird kläglich ausgenommen, bis er sein Geld als Schweinehirt verdienen muss und es schlechter hat als die Schweine, die er hütet. Da überlegt er sich zu seinem Vater zurückzukehren und seinen Fehler einzugestehen. Gesagt, getan. So kommt er beim Vater an, der ihn mit offenen Armen empfängt und gesteht: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Doch der Vater nimmt ihn auf, lässt ihn prächtig kleiden und veranstaltet ein Festmahl für den geliebten wieder zurückgekehrten Sohn.

Autorin: Manchmal kommen wir nur dann zur Umkehr, wenn es uns richtig schlecht geht. Wenn wir unser eigenes Leben so sehr in den Sand gesetzt haben, dass uns nur noch zum Heulen ist. Gesundheitlich, finanziell, in unseren Beziehungen, an unserem Arbeitsplatz. Dem namenlosen Sohn aus dem Neuen Testament jedenfalls ist es genau so ergangen. In dem Moment, in dem er selbst seine aussichtslose, schlechte Lage mit offenen Augen ansieht, kann er umdenken, seinen Fehler eingestehen, ihn aussprechen und den neuen Weg in eine andere Zukunft einschlagen. Und dass die Zukunft im Angesicht der Liebe seines Vaters so rosig aussieht, das konnte er noch gar nicht ahnen. Keine Schuldzuweisungen und keine Vorwürfe vom Vater! Solch ein Vater ist Gott! Denn vor Gott ist keine Schuld zu groß, kein Vergehen zu schlimm, kein Fehler unverzeihlich. Das ermöglicht uns umzukehren.

8. Musik: Here´s that rainiy day  von J.v.Heusen, J. Burke gespielt vom LPO NRW (CD: Aus der Seele gesprochen – ein Hörbuch aus der Polizeiseelsorge) 
 
Autorin: Ein weiterer Umkehrer heißt Zachäus, ist Zöllner und das ist seine Geschichte:

Sprecherin: Zachäus ist nicht nur Zöllner, er ist oberster Zöllner, sehr reich und erfreulicherweise ein wenig neugierig. Denn er möchte Jesus sehen, der zu Gast in der Stadt ist. Weil er klein ist, steigt er auf einen Maulbeerbaum. Und ist sicher völlig überrascht, als Jesus ihn anspricht und sich einfach bei ihm einlädt: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da hat es Zachäus eilig, klettert vom Baum und bewirtet den Überraschungsgast. Und im Laufe des Mahles hat er einen Entschluss gefasst: „Jesus, Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.“ „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden.“, sagt Jesus dazu.

Manchmal ahnen wir gar nicht, dass unser Leben in falschen Bahnen verläuft. So wie Zachäus, der sein Leben womöglich bis zum Tag dieser ungewöhnlichen Begegnung als vollkommen in Ordnung empfunden hat. Dem nichts fehlte und der auch kein schlechtes Gewissen gehabt haben wird. Schließlich war das nun mal einfach sein Beruf - Zöllner. Und was kann er dafür, wenn andere weniger verdienen. Manchmal müssen wir Menschen begegnen, die uns zu Vorbildern werden. An denen wir spüren, was uns fehlt und womit wir nicht mehr weiterleben wollen. Menschen, die uns eine neue Lebensperspektive verschaffen und uns eine Umkehr vom alten hin zu neuem Leben ermöglichen. Manchmal geschieht so etwas mit einem Paukenschlag – so wie bei Zachäus – von einem Tag auf den anderen. Mit einer Begegnung, einem Ereignis. Manchmal entwickelt es sich langsam, bis der Zeitpunkt gekommen ist, wirklich zu einer Veränderung im Leben zu kommen. Manchmal dauert es – aber fest steht: Für eine Umkehr in unserem Leben ist es niemals zu spät. Denn: Umkehren können wir definitiv bis zum allerletzten Atemzug! Das Recht, ein anderer zu werden – so sagte die Theologin Dorothee Sölle – gehört zu der unantastbaren Menschenwürde, die mir von Gott gegeben ist. Dazu lädt der Buß- und Bettag ein, zur Umkehr schon vor dem letzten Atemzug. Damit wir die Lebendigkeit in unserem Leben noch lange genießen können. Dass wir uns offen halten für Veränderungen. Nicht auf das Vergangene zu starren, sondern voller Zuversicht nach vorne zu sehen, weil die Zukunft Gottes schon begonnen hat.

9. Musik: Psalm ohne Worte von Hans-Jürgen Hufeisen (CD: Zauber der Flöte)

Autorin: Buß- und Bettag – kein Tag eines göttlichen Eckenspähers und Fehlersammlers, sondern der Tag Gottes, der uns zur Umkehr ermutigt und befreit. Ihn will ich um Beistand bitten für die Umkehr in unserem Leben. So lasst uns beten: Für alle Menschen, die nicht umkehren können, weil die Angst vor dem, was nach einem Richtungswechsel kommen könnte, sie lähmt. Schenk´ Du ihnen den neuen Mut. Für alle Frauen und Männer, die nicht umkehren können, weil Krankheit oder Verantwortung sie fesselt. Schenke Du ihnen neue Bewegungsfreiheit. Für alle Menschen, die nicht umkehren können, weil sie den Glauben an ihre Möglichkeiten verloren haben. Schenke Du ihnen neues Selbstvertrauen.

Wir bitten Dich, guter Gott, schenke uns Menschen, die den Mut haben, uns die Wahrheit über uns zu sagen, so wie Nathan David den Spiegel vorgehalten hat. Damit wir klug werden. schenke uns Menschen, die uns mit offenen Armen empfangen, wenn wir irren, so wie der barmherzige Vater es mit seinem Sohn getan hat. Damit wir Deine Liebe erfahren. Schenke uns Begegnungen, die unser Leben zum Guten verändern, so wie der Besuch Jesu bei Zachäus es für dessen Leben getan hat. Damit wir frei werden für Deine Lebendigkeit. Schenke uns den offenen Blick und den festen Stand, dass wir uns zum neuen hin ausrichten können. Damit wir den Neuanfang wagen.

Alle anderen Bitten, die uns bewegen, legen wir in das Gebet, das schon Jesus gebetet hat:
Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden,
unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Gott segne Dich.
Er segne deinen Aufbruch zu neuem Leben.
Er segne, was du zurücklässt, wenn du aufbrichst.
Er segne die Wege, die Du gehen wirst.
Er segne die Begegnungen, die vor Dir liegen.
So segne Dich der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
AMEN

10. Musik: El tiempo de la luna von  Stefan Wiesbrock (CD: In Ewigkeit)

Audiobeitrag 19.05-19.30 Uhr, Pfarrerin Claudia Kiehn (Geistliche Sendung zum Buß- und Bettag am 21.11.2007)


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