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Darwin
Dass der Mensch vom Affen abstammt, ist nicht bloß eine Redensart. Dahinter steckt eine der spektakulärsten wissenschaftlichen Entdeckungen der Geschichte.
Am 24. November 1859 veröffentlichte Charles Darwin sein Buch Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Die darin begründete Evolutionstheorie, nach der ich schlicht und ergreifend ein aufrecht gehendes Säugtier bin, wurde als Generalangriff auf den biblischen Glauben an Gott, den Schöpfer, empfunden.
Nicht nur damals. Bis heute versuchen vor allem in Amerika religiöse Fundamentalisten mit Erfolg, Aber was da zum Gegensatz aufgebauscht wird, ist eigentlich bloß ein falscher Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Dass Gott den Menschen als sein Abbild schuf, als Mann und Frau, und ihn segnete, wie es am Anfang der Bibel heißt, sagt mir ja keineswegs, dass da am Anfang aller Zeiten der alte Mann mit dem weißem Bart mit einem Klumpen Lehm herumgespielt hat, sondern dass ich Gottes geliebtes Kind bin. Und dass ich das glaube und zu leben versuche, ist mehr als eine An-gelegenheit der Biochemie, obwohl die Gesamtheit meiner körperlichen, geistigen und seelischen Gegebenheiten in meiner DNS gespeichert ist
Mit Darwin hat der Mensch seine jahrhundertlang geglaubte Sonderstellung in der Welt verloren. Aber das ist in Ordnung. Denn gerade der biblische Schöpfungsglaube beruft uns nicht zu exklusiven Herren-menschen, sondern zum verantwortlichen und sorgsamen Umgang mit allem Leben auf diesem Planeten.
Sprecher: Michael Birgden
Darwin
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