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"Glauben Sie an Wunder"
Glauben sie an Wunder, liebe Hörerin, lieber Hörer? Ich traf eine Frau im Krankenhaus. Nach ihrem Schlaganfall hatte sie sich schon wieder etwas erholt.
Das Sprechen war schon wieder möglich aber das Laufen war noch schwierig. Sie erzählte: Gott muss es wissen, ob ein Wunder geschieht, und ich wieder laufen kann. Bis sich das entscheidet, trainiere ich das Laufen mit meiner Therapeutin. Das hat mich beeindruckt: Das Wunder nicht ausschließen und alles medizinisch Nötige tun.
Sie erzählte, wie schwer es ihr fällt, jeden Tag zu trainieren: Ich komme so schnell an meine Grenzen. Die eine Körperhälfte ist mir ganz fremd geworden. Meine Hand kann nicht mehr fest zufassen - alles fällt zu Boden. Zaghafte Schritte gehe ich schon, aber nur wenn die Therapeutin mich hält. Ich fürchte mich so, das Gleichgewicht zu verlieren. Ich brauche das Gefühl, dass mich einer festhält, dann laufe ich. Gott wird es wissen, ob das Wunder geschieht, dass ich noch einmal alleine laufen kann! In jedem Fall weiß ich aber: Er steht hinter mir bei dieser Mühe, gesund zu werden. Ich fühle mich in meiner ganzen wackeligen Lebenssituation nicht allein.
Schließlich haben wir uns darüber unterhalten: Können wir mit unserem Gebet heute noch Wunder wirken? Kann ich wirklich mit meiner kleinen Kraft Berge versetzen? Heilen können das wäre schön. Da sind so viele Kranke, denen ich Gesundheit wünsche. Gerade wenn ich im Krankenhaus unterwegs bin, möchte ich gemeinsam mit Schwestern, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten mit aller Kraft des Glaubens die Worte Jesu aussprechen: Steh auf und geh nach Hause! Du bist gesund. So konnte nur einer heilen: Jesus selbst und dann sind die Menschen aufgestanden und haben ein neues Leben begonnen. Die Zeit mit dem leiblichen Jesus war eine wunder-volle Zeit. Eine Zeit voller Wunder. Die Zeiten sind vorbei. Ich kann heute vom Heil erzählen. Ich kann auch die Heilung begleiten oder einfach dabei bleiben, wenn jemand nicht mehr gesund wird. Ich bin sicher: Die Bibel hat diese wunder-vollen Geschichten bewahrt, damit wir lernen, die kleinen Zeichen zu sehen, die schon erkennbar sind: Die zarten Wunderanfänge machen uns Mut. Wir können der Hoffnungslosigkeit etwas entgegnen, die sich lähmenden Sätzen äußert wie: Da kann man ja doch nichts machen. Das geht doch nie; da kommst du nie wieder raus. Mir hilft sowieso keiner.
Nein. Die Botschaft Jesu sagt: Es muss nicht alles so bleiben, wie es ist. Es war auch nicht gestern alles besser als heute. Es muss auch nicht morgen noch schlimmer kommen. Wir können ein Lebensgefühl hervorlocken, das ermutigt: Dem Wunder eines neuen Lebens trauen, auch wenn der Weg noch weit ist.
Die Menschen, die Jesus berührt hat, haben gespürt, dass heute etwas Neues beginnt. Heilung hat schon begonnen und wird ihre zukünftige Vollendung erleben. Wie das sein wird, steht noch dahin. Die Zeichen sind schon da. Mit dem Heil in Jesus ist wie der Morgenröte: die ersten Strahlen des anbrechenden Tageslichtes sind schon zu sehen, aber es dauert noch bis es hell wird. Dem Wunder trauen, heißt nicht, den Verstand ausschalten, sondern die Augen aufhalten.
"Glauben Sie an Wunder"
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