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Wie im Himmel - der Film von Kay Pollaks
Der schwedische Regiesseur Kay Pollak hat mit dem Film Wie im Himmel eine anrührende Geschichte über die wirklich wichtigen Dinge im Leben vorgestellt.
Während eines Sinfoniekonzertes erleidet der Stardirigent Daniel Dareus einen Herzinfarkt. Seine Karriere scheint am Ende, sein Leben begrenzt. Da erinnert er sich an seinen uralten Traum, seinen sehnlichsten Wunsch:
O-Ton: Schon als kleiner Junge träumte ich davon, Musik zu machen, die die Herzen der Menschen öffnet.
Autor: Dieser Traum scheint sich nun zu erfüllen. Daniel Dareus zieht sich zurück. In dem kleinen nordschwedischen Dorf seiner Kindheit wissen alle um die Prominenz ihres neuen Mitbürgers. Ein wenig gedrängt, eher widerwillig übernimmt er die Leitung des kleinen Kirchenchores. Einer Ansammlung von skurrilen, aber liebenswerten Menschen. Daniel Dareus:
O-Ton: Ich komm gerad hier vorbei, und da hör ich Gesang. Da ist Vieles ziemlich schön. Pfarrer: Ich meine, die können doch nie Ihre Erwartungen erfüllen!
Autor: Natürlich nicht. Doch für Regiesseur Pollak ist das auch nicht wichtig. Ihm geht es nicht um höchste musikalische Ansprüche, sondern um Musik. Um Musik, die aus dem Herzen kommt und Herzen berührt. Im Film leitet deshalb sein Protagonist Daniel jedes Mitglied des Chores an, seinen eigenen, individuellen Ton herauszufinden. Musik sei nichts, was einfach nur gemacht werden kann, sondern sie will gefunden werden.
O-Ton: Überall vibriert sie. Und wir können sie holen. Und alles geht bloß darum, dass wir zuhören; dass wir auch bereit sind, sie von da oben zu holen.
Autor: Diese spezielle Art der Wahrnehmung wirkt wie ein Katalysator: Die Mitglieder des Kirchenchores finden etwas, das unerreichbar zu sein schien. Sie entdecken: sich. Gefühle werden geäußert, verdrängte Wahrheiten ausgesprochen. Das ganze Dorf fängt an, sich zu verändern. Selbst Dirigent Daniel kann sich dem nicht entziehen, was er selbst losgetreten hat. Nach einer tieferen Lebenskrise hatte sich der Regiesseur Kai Pollak bis zu seinem Film Wie im Himmel 18 Jahre lang vom Filmgeschäft zurückgezogen. In seinem Buch Durch Begegnungen wachsen plädiert er für mehr Achtsamkeit und stellt seine neu gefundene persönliche Grundhaltung vor, dass jeder Mensch von jedem etwas lernen kann. (Denn jeder hat seinen eigenen individuellen Ton, seine ganz persönliche Note. Und sie alle zusammen ergeben eine wunderbare Musik. Musik sei doch bereits überall vorhanden, lässt er Daniel Dareus in seinem Film sagen. Wir müssten nur bereit sein, sie zu hören.
Den Film Wie im Himmel habe ich zweimal gesehen. Jedes Mal rührte er mein Herz an. Eine wunderschöne Art, auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben aufmerksam gemacht zu werden. Auf den individuellen Ton jedes einzelnen Menschen und wenn sie alle zusammen erklingen entsteht eine himmlische Musik.
O-Ton: Verdammt, ich wusste es
Wie im Himmel - der Film von Kay Pollaks
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