Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

24.09.07, Mark Pollmeier

Glück in der Schule

Im Sektor haben die Ferien begonnen. „Ein Glück!“, werden da alle sagen, die am Morgen ausschlafen konnten. Einige Schüler aus Heidelberg haben heute auch Glück –

obwohl die Ferien dort noch gar nicht begonnen haben. Denn in Heidelberg gibt es ein Gymnasium, an dem ist „Glück“ seit Beginn des Schuljahrs ein ganz normales Unterrichtsfach. So wie Deutsch oder Mathe.

Dem Direktor war nämlich irgendwann aufgefallen, dass Schule so ziemlich das Unbeliebteste ist, was man Schülerinnen und Schülern antun kann. Den Grund dafür hat er auch gleich ermittelt: Die meisten Jungs und Mädels fanden, dass der Unterricht rein gar nichts mit ihrem Leben zu tun hat. Das geht so nicht weiter, dachte sich der Direktor, und stellte mit ein paar Experten das neue Schulfach auf die Beine.

Und was lernt man nun, wenn „Glück“ auf dem Stundenplan steht? Man kann zum Beispiel herausfinden, was im eigenen Leben wichtig ist. Oder wie man mit Krisen umgeht. Oder was man tun kann, um ein bisschen selbstbewusster zu werden.

In „Glück“ kann eigentlich alles drankommen, was einem hilft, einigermaßen heil durchs Leben zu kommen. Nur die Lottozahlen oder todsichere Geschäftsideen stehen nicht auf dem Programm. Glück haben und glücklich sein – das sind halt verschiedene Dinge.

Sprecherin: Christiane Birgden


 

Audiobeitrag Glück in der Schule


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