Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

11.09.07, Silke John

Internationales Camp

Sylvie ist aus den Niederlanden, 22 Jahre alt und studiert in Leiden unter anderem Französisch. Jana, 18 Jahre, aus Tschechin, weiß noch nicht so recht,

was sie beruflich mal machen will; auf jeden Fall was Soziales. Und Morten kommt aus Dänemark, ist 20  Jahre und studiert BWL. Was sie zusammenbringt? Das internationale Camp der Fondation John Bost. Das ist eine Einrichtung für behinderte Menschen. Sie ist Teil der französischen Diakonie, also eine kirchliche Einrichtung.

Jedes Jahr treffen sich hier für einen Monat lang junge Menschen, um miteinander zu leben, zu arbeiten, Diakonie kennen zu lernen. Sie leben zusammen im internationalen Camp, machen gemeinsame Ausflüge und sitzen abends lange zusammen bei einer Flasche Rotwein.  Von zehn bis fünf Uhr arbeiten sie als "volontaire", als Freiwillige.

Jana zum Beispiel ist dem Haus Penuel  zugeteilt. Sie hilft dort zehn körperlich schwerstbehinderten Frauen bei der täglichen Wäsche, beim Essen, geht mit ihnen spazieren, spielt mit ihnen, liest ihnen vor.

Der Fondation John Bost ist es wichtig, dass Menschen die Angst vor ihren behinderten Mitmenschen verlieren. Daher lädt die Fondation jedes Jahr für einen Monat junge Menschen in ihr internationales Camp ein, bezahlt Kost und Logis, die Hin- und die Rückfahrt. Wer Lust hat, auch mal für einen Monat im Sommer oder im September nach Frankreich, in die Nähe von Bordeaux, in die Fondation John Bost zu kommen: Infos gibt es im Internet unter www.johnbost.fr.

Sprecher: Michael Birgden

Audiobeitrag Internationales Camp


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