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Ein klein weniger nomaler...
In der Gegend, in der ich wohne, gibt es ein Haus für Behinderte. Keine Ahnung, was die da tun; ob die Behinderten dort wohnen oder arbeiten.
Es ist ein modernes Haus mit einem modernen Zaun drum herum und nur hin und wieder, wenn man dran vorbeispaziert, sieht man den ein oder anderen Menschen hinter den Fenstern. Kein Behinderter läuft bei uns durch den Ort, kauft ein Eis in unserer Eisdiele.
In meinem Leben habe ich zwei behinderte Menschen kennen gelernt: - In meinen Kindergarten ging ein Mädchen mit Downsyndrom und seither nennt sich der Kindergarten integrativer Kindergarten und das ist viel in dem kleinen katholischen Dorf, aus dem ich komme.
Höre ich mich in meinem Freundeskreis um, die gleiche Geschichte: Viele Behinderte kennen wir nicht; haben kaum Kontakt zu ihnen. Wie auch? Zurzeit arbeite ich für einige Zeit im Westen Frankreichs in einer Behinderteneinrichtung. Im Dorf ist es mittlerweile ein ganz normaler Anblick: Menschen im Rollstuhl; behinderte Menschen, die im Café sitzen. Schwieriger wird es schon, wenn wir in der benachbarten Stadt etwa ins Kino gehen: Auf unser freundliches Bonjour wird meist zögerlich und unsicher zurückgegrüßt. Warum? Ja, sie sehen anders aus. Also körperlich. Aber ins Kino gehen sie genauso gerne wie alle anderen auch. Oder in die Disko: Tanzen und Spaß an Musik haben behinderte wie nichtbehinderte Menschen.
Ach, wäre unsere Welt doch ein klein wenig normaler auch zu unseren manchmal nicht ganz so normalen Mitmenschen.
Sprecher: Michael Birgden
Ein klein weniger nomaler...
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