Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

30.08.07, Pfarrerin Birgit Winterhoff

"Herzliche Glück- und Segenswünsche"

Guten Morgen, liebe Hörerin, guten Morgen, lieber Hörer, herzliche Glück- und Segenswünsche möchte ich Ihnen mitgeben für diesen Tag.

Dieser hier stammt aus Irland: „Gott sei mit dir beim Anbruch des Morgens, dass du gespannt und erwartungsvoll dem entgegenblickst, was dir dieser Tag abverlangt und was er dir schenken will. Gott sei mit dir in allem, was du tust, dass deine Arbeit fruchtbar sei und durch dein Wirken hindurch etwas spürbar wird von Gottes Frieden und Liebe. Gott sei mit dir in den Stunden deiner Muße, dass du Ruhe und Frieden findest in dir selbst und dir neue Kräfte zuwachsen für dein Tun. Gott sei mit dir, wenn die Nacht anbricht, dass du dankbar zurückschauen kannst auf die Last und die Lust des vergangenen Tages und gewiss sein kannst, dass nichts vergeblich war.“

Segen bekommen wir üblicherweise an Wendepunkten des Lebens zugesprochen: Zu Beginn eines neuen Lebensjahres, aber auch bei der Taufe, bei der Konfirmation, bei der Hochzeit, bei Jubiläen. Bei Einschnitten, die Lebensabschnitte markieren. Abraham, dem Stammvater der Glaubenden, wurde zuerst der Segen zugesprochen: „Ich will dich segnen“, hieß Gottes Zusage für ihn. Dieses Wort stand am Beginn eines neuen Weges. Mit 75 Jahren verließ er seine Heimat, um noch einmal neu anzufangen an einem fremden Ort. Er musste aufbrechen zu neuen Ufern. Jeder Aufbruch ist mit einem Abbruch verbunden, denn Liebgewonnenes bleibt zurück. Neue Schritte sind nicht ohne Schnitte zu vollziehen. Und Schnitte tun weh. Das wusste Abraham. Aber er wusste auch, dass Gott mit ihm unterwegs ist. Dass er nicht allein ist. Dass Gott ihn begleitet. „Ich will dich segnen.“ Segnen meint: Gott wendet sich uns zu. Das gibt mir gute Rückendeckung im Leben.

So kann man getrost die nächsten und übernächsten Schritte gehen. Segen – das ist Gottes Geleit und Hilfe auf unseren Wegen. Die Zusage Gottes an Abraham ging weiter: „Du sollst ein Segen sein.“ Gottes Segen will Kreise ziehen. Wir sollen anderen zum Segen werden. Manchmal durch die Art, wie wir jemand helfen, sich zu entfalten. Manchmal durch einen Anruf oder einen Gruß. Manchmal durch ein gutes Wort oder ein offenes Ohr.

Wie hieß es in dem Segenswort? „Gott sei mit dir, dass du gespannt und erwartungsvoll dem entgegenblickst, was dir dieser Tag abverlangt und was er dir schenken will.“
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag.

Audiobeitrag "Herzliche Glück- und Segenswünsche"


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